Die EnEV fordert den Aushang von Energieausweisen, die über energetische Qualität von Gebäuden informieren. Die Überprüfung der städtischen Liegenschaften bescheinigt dem Baureferat vorbildliche Werte.
Am 1. Oktober 2009 ist die überarbeitete Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) in Kraft getreten. Das Anforderungsniveau an die energetische Qualität von Gebäudehüllen und Anlagentechnik wurde gegenüber der vorhergehenden EnEV 2007 um bis zu 30 Prozent verschärft.
Wichtiger Bestandteil der EnEV 2007 waren die Neuregelungen zur Erstellung und zum Aushang von Energieausweisen. Zweck der Energieausweise ist es, über die energetische Qualität von Gebäuden zu informieren und eine Vergleichbarkeit unter dem Gesichtspunkt des Energieverbrauches zu ermöglichen. So kann man sich über die Verbrauchswerte für Heizenergie, Strom und - gemäß den Empfehlungen des Deutschen Städtetages - Wasser informieren.
Über die gesetzlichen Forderungen hat das baureferatseigene Energiemanagement für den von ihm betreuten Gebäudebestand bis jetzt 470 Energieausweise erstellt und ausgeliefert. Dabei wurden vorrangig Gebäude mit großem Publikumsverkehr, wie Verwaltungsgebäude, Stadtteilkulturzentren, Schulen und Kindertagesstätten unter die Lupe genommen. Bei Neubauten und Bestandsanierungen wurde die bisherige Energieeinsparverordnung deutlich unterschritten.
Bereits seit 1997 betreibt das Baureferat ein gezieltes Energiemanagement mit einer Vielzahl von Programmen und Maßnahmen und konnte so den Energieverbrauch der stadteigenen Gebäude gegenüber dem Referenzjahr 1987 um 29 Prozent senken. Derzeit wird auf aufgrund der EnEV 2009 der Standard des energieeffizienten Bauens mit Unterstützung einer wissenschaftlichen Untersuchung fortgeschrieben.
Der erste städtische Energieausweis in einem öffentlichen städtischen Gebäude wurde 2008 für das Technische Rathaus ausgestellt. Die energetische Untersuchung wurde vom Bayerischen Staatsminsterium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.