Im Rahmen des Projektes analysiert das Baureferat Energieeinsparpotenziale in städtischen Liegenschaften und kann schon jetzt eine deutliche Unterschreitung der EnEV-Standards nachweisen.
Im Rahmen des Europäischen Klima-Bündnisses wurde als Beitrag das Pilotprojekt ESK 2000 zur Fortführung des ESK 1000 durchgeführt. Das Projekt wurde vom Baureferat Hochbau betreut.
Von März bis Dezember 2009 wurden für die Landeshauptstadt München durch ein Ingenieurbüro 100 städtische Liegenschaften energetisch untersucht. Ziel war es, das Energieeinsparpotential zu ermitteln. Die Untersuchung betraf haustechnische und bauliche Bereiche für Strom, Wärme und Wasser. Es wurde die Wirtschaftlichkeit berechnet und daraus über 800 Maßnahmen unterschiedlicher Priorität vorgeschlagen.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem überwiegenden Teil der Gebäude die Wärmeverluste durch eine zusätzliche Dämmung der Außenwände und/oder einen Austausch der Fenster deutlich reduziert werden können. Bei der Dämmung von Dächern und Kellerdecken ergeben sich geringere Amortisationszeiten, die in manchen Fällen auch unter 10 Jahren liegen.
Aufgrund der Fortschritte in den letzten Jahren erweist sich - trotz eines guten Zustands - oftmals auch eine Erneuerung von Beleuchtungsanlagen als wirtschaftlich.
Beim Tausch von Heizungspumpen der Baujahre vor 2000 liegen die Amortisationszeiten teilweise sogar unter 10 Jahren.
Das Baureferat hat bei Neubauten und Bestandsanierungen die bisherige Energieeinsparverordnung deutlich unterschritten. Auf Grund der EnEV 2009 wird derzeit der Standard des energieeffizienten Bauens mit Unterstützung einer wissenschaftlichen Untersuchung fortgeschrieben. Für die Untersuchungen der Wärme- und Strom-Einsparpotentiale wird im Pilotprojekt eine Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie in Anspruch genommen.
Bei den untersuchten Gebäudetypen handelte es sich vorwiegend um Schulen (teilweise mit Schwimmbad), Kindertagesstätten und vereinzelte Verwaltungsgebäude.
Ergebnis der Studie
Generell werden solche Maßnahmen im laufenden Betrieb oder im Zuge von Baumaßnahmen umgesetzt. Nach Abschluss des Pilotprojektes sollen im Rahmen des „Integrierten Handlungsprogramm Klimaschutz in München“ (IHKM) weitere Gebäude analysiert werden.