Von Kleinkindspielplätzen über Bolz und Ballspielplätze bis zu Skateanlagen ist alles zu finden
München ist eine kinder- und familienfreundliche Stadt. Dieses Leitbild aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln ist nicht immer ganz einfach: Großstädte sind geprägt durch den Verkehr, durch Single-Haushalte, durch begrenzte Grünflächen und Spielräume und durch Nutzungskonflikte um die vorhandenen Freiflächen.
Attraktives Spielangebot für Groß und Klein
Innerhalb der öffentlichen Grünflächen bietet die Stadt München viele abwechslungsreiche Spielangebote. Die Spielmöglichkeiten für Mädchen und Jungen aller Altersstufen sind groß: da gibt es Kinderspielplätze mit Buddelkisten, Spielhäusern und Krabbelwiesen, mit Spielgeräten wie Rutschen, Schaukeln und verschiedenen Klettermöglichkeiten und einige Wasserspielplätze.
Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat die Stadt ebenfalls ein attraktives Angebot: für sie stehen Bolzplätze, Skateanlagen, Streetballplätze und Volleyballanlagen bereit. Vor allem in den größeren Parks sind Spielzentren - also besonders aufwändige und umfangreich ausgestattete Spielbereiche für alle Altersgruppen - eingerichtet.
Sicherheit und Sauberkeit
Die hygienische und die bauliche Sicherheit ihrer Spielplätze hat bei der Stadt München einen sehr hohen Stellenwert. Bitte melden Sie uns defkete Spielgeräte und Verunreinigungen auf Spielplätzen:
Die Häufigkeit der Reinigungsgänge hängt von der Nutzungsintensität und somit von Faktoren, wie etwa der Lage eines Spielplatzes im Stadtgebiet sowie von Jahreszeit und Witterung ab. In der Spielsaison reicht der Turnus von ein bis zwei mal monatlich auf schwach frequentierten Plätzen am Stadtrand bis zu täglich auf stark besuchten Spielanlagen im Stadtkern. Der Spielsand in öffentlichen Grünanlagen wird dabei tiefgründig gereinigt. Buddelsand aus Kleinkinderspielkästen wird jährlich komplett ausgetauscht.
Rauchverbot auf Spielplätzen
Nach dem in Bayern geltenden Gesetz zum Schutz der Gesundheit vom 1. August 2009 ist es grundsätzlich verboten, in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu rauchen. Das Rauchverbot gilt demnach auch auf allen Kinderspielplätzen in öffentlichen Grünanlagen und Parks. Ziel dieses Gesetzes ist hier insbesondere, Kinder und Jungendliche vor den gesundheitlichen Gefahren des Rauchens und Passivrauchens zu schützen. Das Baureferat bittet alle Eltern und sonstige Begleitpersonen, Kindern und Jugendlichen durch den Verzicht auf das Rauchen in Spielbereichen, Vorbild zu sein.
Spielflächenversorgungsplan als Planungsinstrument
Die Stadt stützt sich bei der Entwicklung ihrer Spielangebote auf Instrumente, die den Belangen der Kinder und Jugendlichen Rechnung tragen: Beteiligungsverfahren, Maßnahmen für Sicherheit und Sauberkeit und das Modell Spielplatzpatenschaften bis hin zur Befragung der Nutzerinnen und Nutzer auf den Spielplätzen zu ihrer Zufriedenheit. Trotz der großen Zahl an Spielplätzen in München ist die Versorgung im Stadtgebiet nicht gleichmäßig, in manchen Stadtvierteln gibt es noch deutliche Defizite. Als Arbeitsgrundlage für die Bereitstellung von Spielflächen wird im Baureferat seit einigen Jahren das Instrument des Spielflächenversorgungsplanes genutzt.
Bürgerbeteiligung vermeidet Fehlplanungen
Seit gut zehn Jahren wird die Münchner Bevölkerung an der Planung des städtischen Grüns beteiligt. Vor allem Kindern und Jugendlichen wird aus gutem Grund ein Mitspracherecht bei der Planung ihrer Spielplätze eingeräumt. Fehlplanungen können so vermieden und ein persönlicher Bezug zum Ort aufgebaut werden. All das führt zu mehr Akzeptanz und weniger Vandalismus.
Spielplatzpatenschaften fördern die Identifikation mit dem Spielplatz
Als weiterer Baustein zur Verbesserung der Spielbedingungen im öffentlichen Raum werden seit 1992 in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft "Spiellandschaft Stadt e.V." Spielplatzpatenschaften vergeben. Dieses Projekt bürgerschaftlichen Engagements findet Zuspruch und zeigt Erfolg: Die Identifikation mit dem Ort wurde gefördert, Vandalismus und Müll reduziert.