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Häufig gestellte Fragen zum Sparen der Niederschlagswassergebühr


1. Wird die Niederschlagswassergebühr beim Sammeln des Regenwassers in Regentonnen trotzdem noch erhoben?

2. Was ist zu tun, wenn ein Anwesen abgebrochen wurde und auf dem Grundstück kein Niederschlagswasser mehr in den Kanal eingeleitet wird?

3. Wie und durch wen ist ein Antrag auf Reduzierung der Gebühr bzw. Versickerung des Niederschlagswassers zu stellen?

4. Auf meinem Grundstück wird das Niederschlagswasser schon seit Jahren komplett versickert bzw. die Fläche, welche verrechnet wird, ist schon seit Jahren viel kleiner als im Niederschlagswassergebührenbescheid ermittelt. Können diese tatsächlichen Verhältnisse im Gebührenbescheid rückwirkend berücksichtigt werden?

5. Warum ist es sinnvoll das Niederschlagswasser zu versickern?

6. Muss das Niederschlagswasser versickert werden?

7. Welche Möglichkeiten, das Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern, gibt es?

8. Gibt es für Gründächer einen Gebührennachlass?

9. Was ist konkret bei der Planung einer Versickerung von Niederschlagswasser zu tun?

10. Macht sich die Versickerung des Niederschlagswassers bei den Gebühren bemerkbar?

11. Entfällt die Niederschlagswassergebühr, wenn ich das Niederschlagswasser in einer Zisterne auffange?

12. Sind befestigte Gartenwege, Grundstückszufahrten oder Hofflächen gebührenpflichtig?



1. Wird die Niederschlagswassergebühr beim Sammeln des Regenwassers in Regentonnen trotzdem noch erhoben?

Die Niederschlagswassergebühr für die betroffenen Flächen entfällt nur dann, wenn die entsprechenden Regenrohre vom städtischen Kanalnetz abgetrennt und fachgerecht verschlossen werden. Bitte stellen Sie dazu einen schriftlichen, formlosen Antrag an die Münchner Stadtentwässerung.
Nur der Einbau von sogenannten Fallrohrklappen alleine kann von der Münchner Stadtentwässerung nicht anerkannt werden.

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2. Was ist zu tun, wenn ein Anwesen abgebrochen wurde und auf dem Grundstück kein Niederschlagswasser mehr in den Kanal eingeleitet wird?

Um das Grundstück von der Niederschlagswassergebühr entbinden zu können, benötigen wir ein Nachweisdatum für die endgültige Entfernung der Niederschlagswasserableitungsflächen. Dazu bitten wir um Übersendung einer Abrissbescheinigung der Abbruchfirma oder zumindest einer Rechnungskopie, aus der sich das Ende der Abrissarbeiten auf Ihrem Grundstück entnehmen lässt (konkretes Datum).
Die Gebührenpflicht endet mit dem Tag, an dem Ihr Grundstück vom städtischen Kanalnetz abgetrennt wurde.

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3. Wie und durch wen ist ein Antrag auf Reduzierung der Gebühr bzw. Versickerung des Niederschlagswassers zu stellen?

Der Antrag muss schriftlich an die Münchner Stadtentwässerung, Gebührenbüro gestellt werden.
Einen Antrag können aber grundsätzlich nur der jeweilige Eigentümer oder diesem gleichgestellte Personen stellen. Vom Nichteigentümer kann ein Antrag nur dann gestellt werden, wenn er vom Niederschlagswassergebührenpflichtigen dazu bevollmächtigt wurde. Die Vollmacht muss der Münchner Stadtentwässerung schriftlich vorgelegt werden.

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4. Auf meinem Grundstück wird das Niederschlagswasser schon seit Jahren komplett versickert bzw. die Fläche, welche verrechnet wird, ist schon seit Jahren viel kleiner als im Niederschlagswassergebührenbescheid ermittelt. Können diese tatsächlichen Verhältnisse im Gebührenbescheid rückwirkend berücksichtigt werden?

Bei der Geltendmachung einer Änderung der tatsächlichen Grundstücksverhältnisse handelt es sich um ein Antragsverfahren. Ein Rechtsanspruch auf Änderung des Niederschlagswassergebührenbescheides besteht daher erst ab Antragstellung bzw. Widerspruchseinlegung. Eine rückwirkende Änderung des Gebührenbescheides ist deshalb nicht möglich.

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5. Warum ist es sinnvoll das Niederschlagswasser zu versickern?

Voraussetzung für die nachhaltige Sicherung unserer Wasservorkommen ist ein intakter Wasserkreislauf. Das bedeutet, dass anfallendes unverschmutztes Niederschlagswasser möglichst flächig vor Ort wieder im Boden versickert werden soll. Das führt zu einer Steigerung der Grundwasserneubildung und zu einer erheblichen Entlastung des Kanalsystems und der Klärwerke der Landeshauptstadt München.
Neben den geleisteten wertvollen Beitrag zum Umweltschutz schont die Versickerung von Niederschlagswasser auch Ihren Geldbeutel durch Einsparung der Niederschlagswassergebühr.

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6. Muss das Niederschlagswasser versickert werden?

Die Erstellung von Versickerungsanlagen ist für Neubauten und bei Änderungen / Sanierungen an Grundstücksentwässerungsanlagen auch für Altbauten im Stadtgebiet der Landeshauptstadt München vorgeschrieben.
Ist die Versickerung nachweislich nicht möglich, ist ein Anschluss von Flächen oder Teilflächen an die städtische Kanalisation erlaubt.
Veränderungen an Entwässerungsanlagen bedürfen der Genehmigung durch die Münchner Stadtentwässerung. Dazu gehören auch die Versickerungsanlagen als Bestandteil der Grundstücksentwässerung.

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7. Welche Möglichkeiten, das Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern, gibt es?

Zur Bewirtschaftung von Regenwasser auf dem eigenen Grundstück bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Zu den wichtigsten zählen:

  • Flächenversickerung
  • Muldenversickerung
  • Versickerung in Rigolen und Schächten
  • Regenwassernutzungsanlagen in Kombination mit Versickerungsanlagen
  • offene Teiche in Kombination mit Versickerung
  • Dachbegrünungen
  • durchlässige Beläge
  • offene Ableitungen

Hierzu finden Sie in unserer Broschüre „Regenwasser versickern - Gebühren sparen“ (PDF, 2109 KB) auf den Seiten 10 ff. weitere Informationen und Hinweise. Gerne senden wir Ihnen diese auch zu.

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8. Gibt es für Gründächer einen Gebührennachlass?

Dachbegrünungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Regenwasserbewirtschaftung. Sie gleichen die Flächenversiegelung aus, reinigen das Regenwasser und halten Niederschläge teilweise zurück, was zur Klimaverbesserung im besiedelten Bereich beiträgt.

Bei begrünten Dächern ab 10 cm Aufbaudicke und bis zu 15 Grad Dachneigung ist eine Reduzierung von bis zu 70 Prozent der Niederschlagswassergebühren für diese Flächen möglich.
Außerdem ist ein Baukostenzuschuss durch das Baureferat der Landeshauptstadt München möglich.

Mehr zum Thema Dachbegrünung finden sie in der Broschüre „Regenwasser versickern - Gebühren sparen“ (PDF, 2109 KB) auf Seite 11 mit weiteren Informationen und Hinweisen. Gerne senden wir Ihnen diese auch zu

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9. Was ist konkret bei der Planung einer Versickerung von Niederschlagswasser zu tun?

Hierzu finden Sie in unserer Broschüre „Regenwasser versickern - Gebühren sparen“ (PDF, 2109 KB)auf den Seiten 27 ff. weitere Informationen und Hinweise. Gerne senden wir Ihnen diese auf Anfrage auch zu.

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10. Macht sich die Versickerung des Niederschlagswassers bei den Gebühren bemerkbar?

Dazu ein Berechnungsbeispiel für ein Grundstück, für das nach dem Gebietsabflussbeiwert
(GAB) Niederschlagswassergebühren zu entrichten sind:
Bei einem Grundstück mit einer Fläche von 1.000 m² und einem GAB von 0,5 ergibt sich eine „zu verrechnende Grundstücksfläche“ in Höhe von 500 m². Die jährliche Niederschlagswassergebühr beträgt demnach 650 € (500 m² x 1,30 €/m²).
Die Kosten für die Erstellung der für das Grundstück erforderlichen Sickerschächte belaufen sich auf ca. 2.000 €. Das heißt, dass sich in gut 3 Jahren die Investition für die Sickerschächte rechnen würde.
Die Niederschlagswassergebühr von 650 € pro Jahr wird dann auf Dauer eingespart.

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11. Entfällt die Niederschlagswassergebühr, wenn ich das Niederschlagswasser in einer Zisterne auffange?

Wird im Rahmen einer Regenwassernutzungsanlage das gespeicherte Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und nicht mehr dem städtischen Kanalnetz zugeführt (Anschluss des Notüberlaufs der Zisterne in Versickerung), so kann dies bei der Bemessung der Niederschlagswassergebühr berücksichtigt werden.
Voraussetzung ist jedoch, dass die Vorgaben der Entwässerungsabgabensatzung der Landeshauptstadt München (tatsächliche Einleitungsfläche mit Berücksichtigung der Zisterne ist mindestens 25 % oder 400 m² kleiner als die satzungsgemäße Veranlagung nach einschlägigen Gebietsabflussbeiwert) eingehalten werden.

Weitere Informationen zur Regenwassernutzungsanlage finden Sie hier.

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12. Sind befestigte Gartenwege, Grundstückszufahrten oder Hofflächen gebührenpflichtig?

Sollte das Niederschlagswasser dieser Flächen direkt der städtischen Kanalisation (z. B. über einen Gully) zugeführt werden, so besteht die Gebührenpflicht. Dies gilt auch dann, wenn bspw. das Niederschlagswasser dieser Flächen über ein Gefälle zum öffentlichen Grund (z. B. Straße, Gehweg) gelangt und von dort aus der städtischen Kanalisation zugeführt wird.

Eine Einsparung der Niederschlagswassergebühr auf diesen Flächen kann erreicht werden, wenn das Niederschlagswasser z. B. mit Hilfe von wasserdurchlässigen Belägen oder offenen Rinnen versickert wird.
Voraussetzung ist jedoch, dass die Vorgaben der Entwässerungsabgabensatzung der Landeshauptstadt München (tatsächliche Einleitungsfläche mit Berücksichtigung der Versickerungsflächen ist mindestens 25 % oder 400 m² kleiner als die satzungsgemäße Veranlagung nach einschlägigen Gebietsabflussbeiwert) eingehalten werden.

Weitere Informationen und Hinweise hierzu finden Sie in unserer Broschüre „Regenwasser versickern - Gebühren sparen“ (PDF, 2109 KB) auf den Seiten 12 ff. Gerne senden wir Ihnen diese auch zu.

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