Bau einer Berufsschule für Gartenbau, Floristik und Vermessungstechnik, Am Kapuzinerhölzl 47
Das neue Gebäude und die Freianlagen verbinden Theorie und Praxis und machen die neue Berufsschule zu einem "grünen Klassenzimmer".
Das neue Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von rund 1.200 Quadratmetern ersetzt den alten Holzpavillon aus den 80er Jahren. Das gesamte Gelände ist bestimmt durch einen lebendigen Garten und Landschaftsraum für den Unterricht. Die Architekten vernetzten Theorie und Praxis, um die Grenzen zwischen "Haus und Garten" aufzuheben. Pflanzen und Oberflächen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper der Schule ausgewählt: Alles ist Lehrmaterial. So entstand ein einziges "grünes Klassenzimmer".
Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes ist geprägt von klarer Form. Alle Baustoffe wurden nach ökologischen Kriterien ausgewählt. Und ein weiterer umweltbewusster Beitrag: Das anfallende Regenwasser wird in einer Zisterne zur Bewässerung für die Gärten gesammelt.
Zwei Etagen Unterrichts- und Verwaltungsräume gruppieren sich um eine zentrale Eingangshalle, zu der die angrenzende Cafeteria sowie ein Lesesaal bei Veranstaltungen zugeschaltet werden können. Eine Pflanzgrube im Innern ermöglicht, auch im Gebäude zu gärtnern. Draußen läuft ein Rankbalkon um das Obergeschoss, der begrünte Dachgarten dient als Lehrfläche.
Die Künstlerin Dorothee von Windheim hat das Kunst-am-Bau-Projekt entwickelt: 13 dunkle Granitsteine sind mit handschriftlichen Gedichttexten versehen und in die Gehwege eingelassen, sozusagen Gartenpoesie.
Übrigens: Bei diesem Projekt ist das Baureferat auch Nutzer, denn die Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung in den städtischen Gartenbaubetrieben absolvieren, kommen hierher zum Unterricht.