Baumaßnahmen schaffen eine helle und moderne Ausbildungsstätte für die Berufsschüler im Lebensmittelbereich.
Die städtischen Berufsschulen rund um die Lebensmittelberufe am Simon-Knoll-Platz waren in die Jahre gekommen und genügten nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Ausbildungsstätte. Der Münchner Stadtrat entschied sich zu einer Großinvestition im Schulbereich: Generalinstandsetzung und Erweiterung durch einen Neubau mit Zweifachturnhalle sowie Tiefgarage in Höhe von rund 63 Mio. Euro.
Das neue viergeschossige Gebäude ergänzt den Altbau und schließt städtebaulich die Lücke an der Franziskanerstraße. Dabei wirkt sein großflächig aufgeglastes Sockelgeschoss wie ein Schaufenster und öffnet das Gebäude nach außen. Im Inneren bietet der Bau insgesamt gut 5.000 Auszubildenden Fachräume, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Durch das filigrane Stahl-Glasdach fällt großzügig Licht in die Pausenhalle, in deren Mittelpunkt sich spiralförmig eine Treppenskulptur in die Höhe schraubt. Glastüren gewähren Einblick in eine Hightech-Welt rund um Lebensmittelverarbeitung, Gastronomie und Hotelfach. Die Wände sind mit monochromen Farbflächen, einem Kunst-am-Bau-Projekt der Künstlerin Sabine Funke, akzentuiert. Sie korrespondieren mit der Farbigkeit der Fassade, die mit gefärbten Glastafeln und horizontalen Fensterbändern gestaltet ist. Die lichten Pastellfarben transferieren die gedeckten Töne der Putzfassaden im weiteren Straßenverlauf in eine zeitgemäße Architektursprache.
In drei weiteren Bauabschnitten wurde bis zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 der Altbau saniert, so dass nun sämtliche Berufliche Schulen aus den Bereichen Ernährung, Hotel und Gastronomie nicht nur vielfältig, sondern vor allem auch sinnvoll und kostensparend an einem Standort gebündelt sind. Ein gläserner Steg über den Innenhof und die darunter liegenden Turnhalle verbindet elegant Alt und Neu.
Fotos: Peter Schinzler