Mit der Entscheidung für die Neugestaltung mit Fußgängerzone, Grün-, Spiel- und Aktionsflächen wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Aufwertung des Hans-Mielich-Platzes erreicht.
Der Bauausschuss des Stadtrates hat in seiner Sitzung am 28.09.2010 den Planungen zur Neugestaltung des Hans-Mielich-Platzes zugestimmt. Das Baureferat wurde gleichzeitig beauftragt, die Ausführung vorzubereiten und die Ausführungsgenehmigung im Stadtrat herbeizuführen.
Insgesamt kann durch die Neugestaltung eine hohe Aufenthaltsqualität erzielt werden. Die gesamte Platzfläche zwischen der Hans-Mielich-Straße und der Kühbachstraße wird eine Fußgängerzone, die zukünftig für den Durchgangsverkehr gesperrt ist und nur von Liefer- und Rettungsverkehr und als Zufahrt zu den Anwesen befahren werden darf. Dadurch können der derzeitige Maibaumstandort sowie drei Bestandsbäume westlich der zentralen Platzfläche erhalten und in die Platzgestaltung integriert werden. Der Bezirksausschuss hatte einstimmig für diese auch vom Baureferat bevorzugte Lösung votiert. Damit wurde die ursprüngliche, auf einem im Jahr 2000 durchgeführten Plangutachten basierende Lösung mit einer "Langsamfahrstraße" als Verbindung zwischen der Hans-Mielich-Straße und der Kühbachstraße nicht mehr weiter verfolgt. Durch die Reduzierung und Zusammenführung der Fahrbahnflächen auf das für den Verkehr notwendige Maß entstehen zwei Aktionsflächen: Zum einen vor der konkaven Fassadenfläche eine großzügige Platzfläche mit Bänken und Bäumen, die zum Verweilen einlädt, aber auch für Kulturveranstaltungen, Bürgerfeste und Märkte geeignet ist. Zum anderen nördlich der Gerhardstraße eine vielfältig nutzbare Grün- und Spielfläche. Im nordöstlichen Bereich der neu gestalteten Platzfläche besteht künftig die Möglichkeit, temporär wechselnde Kunst zu situieren.
Die Baumbilanz für das Projekt fällt positiv aus. So werden auf Grundlage des Gestaltungskonzeptes zwar 13 Bäume gefällt, aber 38 Bäume neu gepflanzt.
Die Bauarbeiten sollten bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Die genehmigten Projektkosten betragen 2,25 Millionen Euro.