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Mittlerer Ring Südwest


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Tunnel Mittlerer Ring Südwest pünktlich übergeben

Das dritte große Straßentunnelprojekt am Mittleren Ring ist geschafft. Nach dem Petueltunnel, dem Effner- und Richard-Strauss-Tunnel ist nun auch der Tunnel Mittlerer Ring Südwest fertig. Der Hauptverkehr des Mittleren Ringes verläuft jetzt zwischen
Westpark und Passauerstraße fast vollständig unterirdisch.

Die neue Verkehrsführung entlastet Münchens Hauptschlagader auf einer Länge von mehr als 2,5 Kilometern spürbar und schafft an der Oberfläche neue Aufenthaltsqualitäten:
In der Garmischer Straße entsteht eine begrünte Mittelpromenade. Über dem Heckenstallertunnel wird bis Sommer 2017 ein abwechslungsreicher Park angelegt.

Der Münchner Stadtrat erteilte dem Baureferat im Juni 2009 den Auftrag, mit dem Rohbau für den dritten Ringtunnel zu beginnen und genehmigte insgesamt 398,5 Millionen Euro. Nach rund sechsjähriger Bauzeit ist dem Baureferat eine Punktlandung gelungen: Das ingenieur- und sicherheitstechnisch hoch komplexe Bauwerk kann am 25. Juli 2015 kosten- und termingerecht dem Verkehr übergeben werden. Eine besondere Herausforderung war die Durchführung der gesamten Baumaßnahme unter laufendem Verkehr: Die provisorische Verkehrsführung musste an den Baustellenverlauf immer wieder angepasst werden.

Modernste Sicherheits- und Betriebstechnik

In den Tunneln am Mittleren Ring Südwest sorgen umfangreiche technische Ausstattungen und bauliche Vorkehrungen dafür, dass die Verkehrsteilnehmer im Unglücksfall die Einsatzkräfte alarmieren und sicher flüchten können. Verschiedene Überwachungssysteme erkennen Notfälle und Brände frühzeitig, sodass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste rasch und effektiv eingreifen können. Beispielsweise sind Tunnel, Trog und Rampenbereiche lückenlos kameraüberwacht. Die Steuerung der Kameras erfolgt ereignisorientiert. Wird durch die automatische Videodetektion zum Beispiel ein stehendes Fahrzeug in einer Pannenbucht erkannt, werden die Bilder dieser Kamera direkt auf einen Alarmmonitor der Tunnelüberwachung aufgeschaltet. Insgesamt 30 Mio. Euro investiert die Landeshauptstadt München in modernste Sicherheits- und Betriebstechnik.

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Heckenstallertunnel

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Feuerlöschnischen und Notrufstation

Wie in fast allen Münchner Tunneln trennt eine massive Stahlbetonwand die beiden Fahrrichtungen. Dies bietet insbesondere im Brandfall wesentliche Vorteile: Die nicht betroffene Tunnelröhre kann dann als Fluchtweg für die Verkehrsteilnehmer und als Angriffsweg der Rettungskräfte genutzt werden. Alle 60 Meter ermöglichen dies Türen in der Mittelwand. Beidseitig der Fahrbahnen wurden 1 Meter breite Notgehwege angelegt. In beiden Tunnelröhren sind im Abstand von etwa 350 Metern Pannenbuchten angeordnet, von denen aus ein Fluchtweg an die Oberfläche führt.

Oberflächengestaltung

Noch in diesem Sommer beginnt die Neugestaltung der Oberflächen. Bis zum Abschluss bittet Baureferentin Rosemarie Hingerl die Anwohnerinnen und Anwohner noch um Verständnis und Geduld. Das Ergebnis wird sich sehen lassen können.

Die Bautätigkeiten bis Ende 2017

Wenn ab Ende Juli 2015 der Hauptverkehr des Mittleren Rings durch den Tunnel fließt, gehen die Arbeiten an der Oberfläche in die entscheidende Phase. Die provisorischen Fahrbahnen – teils bis zu sechs Fahrstreifen – werden rückgebaut, sodass neue Geh-/Radwege, Baumgräben und Fahrbahnen entstehen. Auch diese Arbeiten müssen in mehreren Bauphasen und Abschnitten erfolgen, um weiterhin den an der Oberfläche verbleibenden Verkehr, Anliegerzufahrten sowie Geh-/Radwege aufrecht zu halten. Wie sich der Bauablauf bis zum Abschluss der Maßnahme darstellt, können Sie nachfolgend der aktuellen Baustelleninformation entnehmen (Stand Mai 2015). Verschiebungen und Optimierungen in der Bauabwicklung können zu Änderungen der hier genannten Termine führen.

Information vor Ort

Wie bisher informieren wir Sie gerne persönlich über die laufenden Bauarbeiten. Besuchen Sie uns im Infocontainer am Luise-Kiesselbach-Platz (gegenüber Altenstift St. Josef).

Öffnungszeiten: Donnerstag 16 - 18 Uhr