Anlage mit Fullpipe und Poolskate-Modulen

Fahrelemente der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade bieten Freizeitspaß für Anfänger, Fortgeschrittene und Könner im Münchner Westen.

Ein Highlight ist der Skatepark am Hirschgarten, der im Zuge der Parkerweiterung vom Baureferat 2010 realisiert wurde. Die zirka 900 Quadratmeter große Skateanlage (Projektkosten zirka 1,2 Millionen Euro) befindet sich mit weiteren Spieleinrichtungen im neuen Parkteil zwischen dem historischen Park und dem Pionierpark, der als Zone ökologischer Vernetzung entlang der Bahnlinie verläuft. Die Finanzierung der Spieleinrichtungen und des Pionierparks erfolgte durch einen Investor, die der Skateanlage durch die Landeshauptstadt München.

Die innenstadtnahe Lage mit der Nähe zur S-Bahn bot sich als Standort für eine große, zentrale Skateanlage geradezu an. Die Lärmschutzwand für die benachbarte Wohnbebauung wurde als schüsselförmiges Architekturelement angelegt. So entstand eine städtebauliche Marke, die weit über die Grünanlage hinaus wirkt. Im Hirschgarten wird eine Vielzahl interessanter Hindernisse und raffinierter Details zum ersten Mal in einem öffentlichen Skatepark in Deutschland angeboten. Gemäß dem Münchner Konzept, dass in den Skateanlagen vom Anfänger über den Fortgeschrittenen bis hin zum Könner jeder Skater Spaß haben und gefordert sein soll, ist auch die Anlage am Hirschgarten mit Fahrelementen der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade ausgestattet.

Zu den absoluten Neuheiten zählt die Fullpipe. Das ist im Gegensatz zur Halfpipe, einer halben Röhre, eine komplett geschlossene Röhre mit einem Durchmesser bis zu sechs Metern. Die Idee stammt aus den ersten kalifornischen Skateparks der 70er Jahre und wird derzeit weltweit wiederentdeckt.

Eine Hommage an die Entstehungsgeschichte des Poolskatens in den Swimmingpools ist der sogenannte Kleeblattpool. Dieser ist am oberen Rand analog eines Swimmingpools mit Beton-Abdeckplatten (Poolcopingsteine) über den blauen Fliesenreihen ausgestattet, im Gegensatz zu Rohren aus Stahl (Copingrohre) als Abschluß in den anderen Bowls. Zusätzlich ist sogar der Wasserüberlauf eines Swimmingpools als eigenes Modul (sogenannte Deathbox) mit roten Fliesen nachgebaut. Damit dürfte die Anlage über die Stadtgrenzen hinaus Aufsehen erregen und die Skatefans begeistern. 

 

Eindrücke von der Skateanlage am Hirschgarten

Skater in der Deathbox
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Skater in der Deathbox

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Blick über die Anlage
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Blick über die Anlage

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Skater in der Full Pipe
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Skater in der Full Pipe

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Fotos: Phil Pham Photo