Die Verlängerung der Olympia-Linie U3 nach Norden schafft eine attraktive Anbindung Moosachs an Flughafen, Innenstadt und Olympiapark.
Im Jahr 1989 hatte der Stadtrat die Verlängerung der U3-Nord beschlossen, 2004 starteten die Arbeiten, im Dezember 2010 konnte die neue Strecke eröffnet werden. Beim Richtfest auf dem zukünftigen Bahnsteig im U-Bahnhof Moosach nannte Baureferentin Rosemarie Hingerl beeindruckende Zahlen über die fast zwei Kilometer zwischen Olympia-Einkaufszentrum und Moosach: 260.000 Kubikmeter Boden wurden abgetragen, etwa 80.000 Kubikmeter Beton gegossen und 12.000 Tonnen Stahl verbaut. 14 Monate lang wühlte sich eine 700 Tonnen schwere Maschine, der so genannte Hydroschild, wie ein „stählerner Maulwurf“ durch den Untergrund. Ingenieurtechnisch besonders anspruchsvoll war der Knotenpunkt Moosach: mit Abstell- und Wendeanlage für die U-Bahnzüge und der darüberliegenden zweigeschossigen Park & Ride-Anlage für etwa 300 PKWs. Außerdem wurde hier unter den Gleisanlagen der Deutschen Bahn gebaut, während der Bahnbetrieb uneingeschränkt lief.
Bis zum Herbst 2009 waren bereits die Rohbauarbeiten der beiden Bahnhöfe weitestgehend abgeschlossen. Parallel dazu begannen der Innenausbau und die Arbeiten zur Betriebsausrüstung: die Installation der Rolltreppen und Aufzüge, die Verkleidung der Decken und Wände, die technische Ausstattung der Betriebsräume.
Rund 180 Millionen Euro investierte die Stadt München gemeinsam mit dem Bund und dem Freistaat Bayern in den Ausbau dieser U-Bahn-Strecke und der beiden Bahnhöfe. Für die Einwohner des Münchner Nordwestens entstand damit eine schnelle Anbindung an das S-Bahn-Netz, insbesondere an die Flughafen-Linie S1. Auch bietet die Neubaustrecke Fahrgästen aus Moosach eine attraktive Schnellbahnverbindung Richtung Olympiapark, Schwabing und in die Innenstadt.