Eine Zeitreise in die Münchner U-Bahn-Architektur - mit der Erweiterung der U-Bahn-Linen enstanden auch die neuen "Kunst-U-Bahnhöfe"
Seit dem Jahr 1998 ist das Baureferat für den U-Bahn-Bau zuständig. Den Anfang machte 2003 die Verlängerung der U1 zum Georg-Brauchle-Ring Ein Jahr später wurde das U-Bahn-Netz bis zum Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) weiter geknüpft, darunter der im Rohbau bereits fertig gestellte Kreuzungsbahnhof der U3. Diese führt seit Oktober 2007 bis zum OEZ, ab Dezember 2010 schließlich auch zum S-Bahnhof Moosach – der neuen Endstation.
Die Verlängerung der U6 nach Garching-Forschungszentrum im Jahr 2006 stellt eine Besonderheit dar. Die Stadt Garching als Bauherrin der beiden neuen U-Bahnhöfe beauftragte das Baureferat mit der Planung und Gesamtgestaltung beider Bahnhöfe.
U-Bahnhöfe sind nicht allein nur Ingenieurbauwerke. Ihre Gestaltung ist vielmehr auch Ausdruck des Zeitpunktes ihrer Entstehung. Damit begibt man sich bei einer Fahrt mit der Münchner U-Bahn gleichsam auf eine Zeitreise der U-Bahn-Architektur. Eine interessante Entwicklung wurde durch das Baureferat mit der neuen Generation von „Kunst-Bahnhöfen“ eingeschlagen. Mit Erfolg: Für seine Wandarbeit „Die große Reise“ im U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring wurde der Künstler Franz Ackermann 2005 mit dem mfi-Preis Kunst am Bau ausgezeichnet.
Zur Eröffnung des 100. U-Bahnhofs in Moosach enstand eine Dokumentation der zwischen 1997 und 2010 fertiggestellten U-Bahnhöfe.
Zur Erweiterung des Münchner U-Bahn-Netzes gibt es aktuelle Planungen. Angedacht sind Verlängerungen vom Laimer Platz bis Pasing (U4/5-West), vom Arabellapark bis Englschalking (U4-Ost) und vom Klinikum Großhadern bis Martinsried (U6-West).