Wer die Münchner Altstadt zu Fuß erkunden möchte, für den ist der Karlsplatz (Stachus) mit seinem großen Brunnen ein idealer Start- und Treffpunkt.
München zu Fuß: Ein Rundgang durch die Altstadt
Das Karlstor ist eines der vier alten Stadttore und markiert zugleich den Eingang zur belebten Fußgängerzone und Shoppingmeile Kaufingerstraße.
Folgt man der breiten Fußgängerzone, vorbei an Geschäften und Straßencafés, ragen schon nach ein paar hundert Metern die Spitzen der Frauentürme über die Dächer.
Die Frauenkirche, spätgotische Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising, gilt als Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt.
Unweit der Frauenkirche gelangt man ins urbane Herz der Stadt: Der Marienplatz mit dem Neuen Rathaus.
Der neugotische Bau wurde 1909 von Georg von Hauberisser fertiggestellt. Die Marienfigur, die dem Platz seinen Namen gibt, trohnt seit dem 17. Jahrhundert über dem belebten Zentrum.
Während sich nach Westen die Kaufingerstraße erstreckt, schließt gen Osten das Alte Rathaus (1310 erstmals urkundlich erwähnt) den Marienplatz ab.
Bis 1874 residierte in den dem gotischen Bau der Münchner Stadtrat - dessen Turm eine Sammlung aller bisherigen Wappen Münchens an seiner Fassade zeigt.
Hinter dem Alten Rathaus steht die Heilig Geist Kirche, eines der ältesten erhaltenen Kirchengebäude Münchens.
Bereits Anfang des 13. Jahrhunderts stand an diesem Ort eine romanische Kapelle. Über die Jahrhunderte wurde sie stetig erweitert und 1730 von den Gebrüder Asam barockisiert.
Südlich des Marienplatzes steht die Pfarrkirche Sankt Peter, deren Turm im Volksmund Alter Peter genannt wird.
Im 91 Meter hohen Turm befindet sich eine Aussichtsplattform, die nach über 300 Stufen an der Glockenstube vorbei zu erreichen ist. Bei Föhn kann man von dort eine Fernsicht von bis zu 100 Kilometern genießen.
Der Alte Peter steht auf dem Petersbergl, der einzigen nennenswerten Erhebung innerhalb der Altstadt. Am nahegelegenen Rindermarkt kann man an der Brunnenanlage eine Pause einlegen.
Vom Petersbergl aus geht es hinab auf die grünen Dächer des belebten Münchner Viktualienmarktes zu.
Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern beherbergt der Viktualienmarkt neben einem urigen Biergarten unter alten Kastanien...
auch zahlreiche Verkaufsstände, die Brot, Blumen, Früchte, Fisch, Fleisch, Molkereiprodukte, Kunsthandwerk und vieles mehr anbieten.
Am nördlichen Ende des Viktualienmarktes stößt man wieder auf die Heilig Geist Kirche, von wo aus das Tal auf das östliche Stadttor, dem Isartor, zuführt.
Das Isartor ist das östliche Stadttor der historischen Altstadt von München und beherbergt das Valentin-Karlstadt-Musäum.
Es lohnt ein Blick auf die Rückseite des Turms - die dort angebrachte Turmuhr geht, zu Ehren Karl Valentins, verkehrt herum.
Am Ende einer kleinen Straße mit dem kuriosem Namen "Lueg ins Land" steht ein Haus, das früher einmal die Stadtmauer war. Die winzigen, trichterförmigen Fenster sind ehemalige Schießscharten.
Nördlich des Marienplatzes haben sich am "Platzl" zahlreiche gastronomische Größen niedergelassen, unter anderem das Hard Rock Café, Alfred Schuhbecks Südtiroler Stuben und...
...das legendäre Münchner Hofbräuhaus, das Ende des 16. Jahrhunderts zur Versorgung des Wittelsbacher Hofes und seiner Bediensteten gebaut wurde.
Heute zieht die berühmteste Schankstube Münchens sowohl Einheimische als auch Touristen aus aller Welt auf eine zünftige Brotzeit und eine Maß ins Hofbräuhaus.
Der Alte Hof ist die ehemalige Kaiserresidenz der Wittelsbacher. In seinem spätgotischen Gewölbekeller ist die multimediale Ausstellung "Die Münchner Kaiserburg", die die Geschichte Münchens erzählt, zu erleben.
Am Burgstock befindet sich der gotische Erker, auf den der Sage nach ein Affe den späteren Kaiser Ludwig den Bayern entführt und erst nach langem Zureden wieder in die Burg zurückgebracht hat.
Hinter dem Neuen Rathaus führt die Weinstraße, gesäumt von noblen Boutiquen, in nördlicher Richtung auf den Odeonsplatz und die Ludwigsstraße zu.
Die katholische Stiftskirche St. Kajetan, genannt Theatinerkirche, wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut - die Rokoko-Fassade entwarf rund ein Jahrhundert später Francois de Cuvilliès.
Zum architektonischen Ensemble des Odeonsplatzes gehört auch die Feldherrnhalle. Die Loggia wurde 1844 von Friedrich von Gärtner nach florentinischem Vorbild erbaut.
Den schönsten Blick auf den Odeonsplatz genießt man von der Terasse des traditionsreichen italienischen Café Tambosi.
Direkt nebenan befindet sich der Hofgarten - eine barocke Parkanlage, in welcher man sich von dem Rundgang durch die Münchner Altstadt ausruhen kann.
Wer die Münchner Altstadt zu Fuß erkunden möchte, für den ist der Karlsplatz (Stachus) mit seinem großen Brunnen ein idealer Start- und Treffpunkt.