Foto: Lukas Fleischmann

Alte Pinakothek

Museen | Maxvorstadt, Universität
Di geöffnet 10:00 - 20:00
Feiertagsöffnungszeiten: geöffnet: Neujahr; Heilige Drei Könige; Ostern (Karfreitag bis Ostermontag); Christi Himmelfahrt; Pfingsten (Pfingstsonntag bis Pfingstmontag); Fronleichnam; Mariä Himmelfahrt, Reformationstag; Allerheiligen; Tag der Deutschen Einheit; 2. Weihnachtstag geschlossen: Faschingsdienstag; Tag der Arbeit; Heiligabend; 1. Weihnachtstag; Silvester

Alte Pinakothek

Am Königsplatz in München schreiten Besucher in der Alten Pinakothek auf knarzendem Parkett durch hohe Museumsräume, vorbei an beeindruckenden Gemälden, die teilweise einige Meter in die Höhe ragen. Als eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt zeigt die Alte Pinakothek europäische Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Bis 2018 werden Bereiche der Alten Pinakothek zeitweise wegen Modernisierungsarbeiten geschlossen.

Sanierung: Säle IV bis VI seit 13.3. geschlossen

Bis 2018 werden Bereiche der Alten Pinakothek zeitweise geschlossen, um die Institution in Sachen Beleuchtung und Energieverbrauch auf den neuesten Stand zu setzen.

Die Bereiche, in denen gerade keine Arbeiten stattfinden, können weiterhin besichtigt werden. Ein Trost für die Besucher und Liebhaber der Alten Pinakothek: Der Eintrittspreis für die Dauerausstellung ist während der Bauarbeiten auf vier Euro (ermäßigt zwei Euro) reduziert.

Seit 11.3.2017 sind in der Alten Pinakothek die Obergeschoss-Säle X bis XIII mit der italienischen, französischen und spanischen Barockmalerei nach dreijähriger baubedingter Schließungszeit wieder geöffnet.

Am Wochenende 12./13.3. waren also einmalig 10 große Säle mitsamt Kabinetten zu besichtigen. Entsprechend groß war der Andrang.

Seit dem 13.3. sind die Säle IV bis VI mit der italienischen Renaissancemalerei, der venezanischen Malerei der Zeit Tizians und Tintorettos und den Werken Van Dycks und Jakob Jordaens wegen Sanierung geschlossen. Das östliche Treppenhaus ist gesperrt. Damit geht die energetische Sanierung der Alten Pinakothek in die dritte und letzte Runde.

Der Ausstellungszyklus »Neue Nachbarschaften III« mit den Landschaften Altdorfers und Brueghels d. Ä. bleiben bis einschließlich Sonntag nach Ostern, dem 23.4.2017, in den Nordkabinetten 1-7 geöffnet. Noch ist nicht gesichert, ob er im Sommer mit einem vierten Teil eine Fortsetzung erfährt. Es wird jedoch dafür gesorgt sein, dass einige Hauptwerke aus den geschlossenen Räumen zu sehen sind.

Das Café Klenze bleibt auch während der Arbeiten des dritten Bauabschnitts geöffnet.

Mystische Geschichten, Fabelwesen, Landschaften und historische Persönlichkeiten auf prächtigen Gemälden eröffnen sich hinter einer schweren Holztür. Die Schätze der Alten Pinakothek werden von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen betreut. In 19 Sälen und 47 Kabinetten sind weit über 700 Gemälde ausgestellt. Seit 1836 wandeln Kunstbegeisterte durch die beeindruckenden Räumlichkeiten auf zwei Etagen, die der Architekt Leo von Klenze geschaffen hat. Zusammen mit der Neuen Pinakothek, der Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst bilden sie den inneren Kern des Münchner Kunstareals.

Bilder der Alten Pinakothek

Die Geschichte der Alten Pinakothek

Alte Pinakothek 1900, Foto: Wikipedia

König Ludwig I. von Bayern war ein leidenschaftlicher Kunstsammler. Um 1820 entschied er, seine Schätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und beauftragte seinen Hofarchitekten Leo von Klenze mit dem Entwurf einer würdigen Kunstgalerie. 1826 begannen die Bauarbeiten. Zur Zeit der Fertigstellung galt die Alte Pinakothek als größter Museumsbau der Welt, ein Vorbild für andere Museen wie der Eremitage in Sankt Petersburg. Leo Klenze gestaltete sein Meisterwerk prunkvoll und funktional zugleich: große, durch Oberlicht beleuchtete Säle werden perfekt durch Kabinettzimmer auf der Nordseite ergänzt.

Alte Pinakothek Südseite, Foto: flyingrabbits

1836 wurde die damals neue und heute Alte Pinakothek eröffnet. Zu ihren Schätzen gehört auch eine umfangreiche Kunstsammlung der Familie Wittelsbach. In den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude schwer beschädigt. Zum Glück waren die Gemälde zuvor ausgelagert worden. Die Art des Wiederaufbaus bis 1957 ist Geschmacksache, denn der Architekt Hans Döllgast entschied sich für Reparatur anstatt Rekonstruktion. Fehlende Fassadenstücke wurden mit einem unverputzten Ziegelmauerwerk ersetzt. Die Auswirkungen des Krieges sind somit bis heute sichtbar und nicht versteckt.

Die Sammlung

Das große jüngste Gericht , Foto: Alte Pinakothek

Im Erd- und Obergeschoss der Alten Pinakothek präsentieren sich mehr als 700 Gemälde aus ganz Europa. Viele davon zählen zu den Höhepunkten der Kunstgeschichte, zum Beispiel Albrecht Dürers „Selbstbildnis im Pelzrock“ und Rembrandts Variante „Jugendliches Selbstbildnis“. Auch Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“ in seinen leuchtenden Farben ist hier ausgestellt. Die Namen der Künstler in der Alten Pinakothek verlocken zum Verweilen: unter anderem Botticelli, da Vinci, Raffael, Tizian oder Rubens. Die Sammlung altdeutscher Malerei gehört zu den Umfangreichsten ihrer Art. Atemberaubend ist aber vor allem der Anblick des mehr als sechs Meter hohen Ölgemäldes von Peter Paul Rubens: „Das Große Jüngste Gericht“ wird im obersten Stockwerk im Saal zur flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts präsentiert. Sonderausstellungen zu ausgewählten Themen der europäischen Malerei sowie Präsentationen aus eigenen Beständen haben eine lange Tradition in der Alten Pinakothek und runden das Ausstellungsprogramm ab.

Museumsvielfalt

Alte Pinakothek Ausstellungsräume, Foto: Alte Pinakothek

Ein Besuch der Alten Pinakothek muss nicht unbedingt mit einem Rundgang enden. Das Ausstellungshaus stellt zahlreiche Lesungen, Konzerte oder Filmvorführungen, aber auch Workshops und Seminare zur Auswahl. Außerdem lohnt es sich, im Museumsshop zu stöbern. Dort sind Publikationen des Hauses sowie Kunstdrucke, Postkarten und Geschenke zu ergattern. Eine kleine Stärkung zwischendurch hat das hauseigene Café parat. Das Café Klenze, im Stile eines englischen Kaffeehauses, bietet englische Scones, Suppen, Salate und Sandwiches, dazu Kaffee und 60 Teesorten.

Insider-Tipps

Kunst erleben

Alte Pinakothek Wiese, Foto: Baureferat der Landeshauptstadt München

Zusammen mit den beiden anderen Pinakotheken, dem Museum Brandhorst und der Sammlung Schack möchte die Alte Pinakothek Kunst auch für Kinder und Jugendliche lebhaft gestalten. Neben einem Ferienprogramm bieten die Museen Kinderführungen und zahlreiche Workshops sowie Zeichenkurse. Selbst Kunst machen ermöglicht das Palais Pinakothek. Hier können Kinder und Jugendliche ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, mit Materialien und Techniken experimentieren. Auch Erwachsenen bieten sich viele Möglichkeiten, tiefer in die Welt der Kunst einzutauchen.

Kunstareal

Alte Pinakothek, Foto: Alte Pinakothek

Die Neue Pinakothek wie auch die Pinakothek der Moderne setzen die historische Epochenfolge großer Kunstsammlungen fort. Beide Häuser sind jeweils nur eine Straßenüberquerung entfernt. Die Neue Pinakothek präsentiert Werke des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Pinakothek der Moderne widmet sich der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. Zusammen mit dem Museum Brandhorst und einigen weiteren Museen bilden die Ausstellungshäuser in der Maxvorstadt das Kunstareal München.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 -18 Uhr, Dienstag bis 20 Uhr

SONDERÖFFNUNGSZEITEN AN FEIERTAGEN
An Feiertagen sind die Pinakotheken, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack in der Regel zu den regulären Öffnungszeiten entsprechend dem jeweiligen Wochentag geöffnet.

Alle Häuser sind regulär geöffnet an folgenden Feiertagen:
Neujahr
Heilige Drei Könige
Ostern (Karfreitag bis Ostermontag)
Christi Himmelfahrt
Pfingsten (Pfingstsonntag bis Pfingstmontag)
Tag der Deutschen Einheit
2. Weihnachtstag

Alle Häuser sind regulär geschlossen an folgenden Feiertagen:
Faschingsdienstag
Tag der Arbeit
Heiligabend
1. Weihnachtstag
Silvester

Sonderöffnungszeiten für 2017 an folgenden Feiertagen:

Fronleichnam (15.06.17): Alle Häuser geöffnet
Mariä Himmelfahrt (15.08.17): Alle Häuser geöffnet, außer Neue Pinakothek und Sammlung Schack
Reformationstag (31.10.17): Alle Häuser geöffnet
Allerheiligen (01.11.17): Alle Häuser geöffnet

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6 Bewertungen zu Alte Pinakothek

5
6 Bewertungen
  • von am

    Vorneweg, ich bin ein echter Kunstbanause: Ich mag nix modern-abartiges und ich langweile mich schnell, wenn's zu kitischig wird. Die alte Pinakothek ist aber einfach nur schön. Das Gebäude innen und außen ist so majestätisch und beeindruckend, allein das ist schon sehenswert. Die Bilder sind genauso: Echte Klassiker, aus verschiedenen Epochen. Mindestens einen halben Tag einplanen, damit man sich Zeit lassen kann! (Studentenausweis nicht vergessen!)

  • von am

    Ich liebe die Alte Pinakothek, weil sei einen in München einzigartigen Charme ausstrahlt. Schon das alte Gebäude, mit seinen unübersehbaren Kriegsverletzungen ist ein Highlight im Museumsviertel. Und was die Wittelsbacher an Kunstschätzen zusammengetragen haben, ist beeindruckend. Ein Muss für alle, die sich für Kunst interessieren.

  • von am

    wunderbare Sammlung Darf man privat fotographieren ?

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