Stationen von Benedikt XVI. in München

Papst Benedikt

Das Leben und Wirken von Papst Benedikt XVI alias Joseph Ratzinger ist bis heute eng mit München verknüpft. Hier absolvierte er sein Studium, seine Zeit als Kaplan und wurde 1977 Erzbischof. 2005 kehrte er für einen Besuch zurück und zelebrierte mit einer viertel Million Gläubiger einen Gottesdienst in der Messestadt Riem.

Hier finden sich einige Stationen seines Wirkens

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Papst Benedikts Leben und Wirken in München

Die Stadt München spielte im Leben von Papst Benedikt XVI. eine wichtige Rolle. Studium, Kaplanzeit und Erzbischoftum banden Joseph Ratzinger an die Bayerische Landeshauptstadt. Als Papst kehrte er 2005 für einen Besuch in das Herz seiner bayerischen Heimat, nach München, zurück.

Am 16.4.1927 wurde Joseph Aloisius Ratzinger in Marktl am Inn geboren, wo er auch aufwuchs. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war Ratzinger dann für kurze Zeit in München stationiert. Von 1946 bis 1959 lebte und wirkte er durchgängig in München und Freising. In dieser Zeit nahm Ratzinger sein Studium an der LMU auf, erhielt 1951 im Freisinger Dom die Priesterweihe und wurde 1957 zum Professor für Fundamentaltheologie habilitiert. Als Kaplan war Ratzinger in dieser Zeit in der Sankt Martin Kirche in Moosach und in Hl. Blut in Bogenhausen tätig.

1977 führte ihn die Ernennung zum Erzbischof von München und Freising wieder in die bayerische Hauptstadt. Bereits vier Jahre später verließ er München erneut: Ratzinger wurde zum Präfekten der Katholischen Glaubenskongregation in Rom bestimmt.

Am 19. April 2005 wählte ihn das Konklave nach dem Tode seines Vorgängers Johannes Paul II. zum Papst, fortan nannte Kardinal Ratzinger sich Benedikt XVI. Ein Jahr später, vom 9. bis 14.9.2006, besuchte er seine alte Heimat Bayern, die ersten beiden Tage verbrachte er in München. Am 9.9. wurde Benedikt auf dem Marienplatz empfangen, am 10.9. zelebrierte er einen Gottesdienst auf dem Messegelände in Riem. Voraussichtlich war dies aus Altersgründen sein letzter Besuch in Bayern und München.

Leben nach dem Amtsverzicht

Am 11.2.2013 erklärte Papst Benedikt XVI. überraschend seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. "Ich gehe zum Wohl der Kirche", begründete damals Papst Benedikt seinen Entschluss. Gut zwei Wochen später am 27.2. 2013, hielt der Papst seine letzte Generalaudienz im Vatikan und verabschiedete sich Benedikt XVI. von den Gläubigen auf dem Petersplatz.

Papst Benedikt widmete auch nach seinem Rücktritt sein Leben der Kirche. Seit seinem Rücktritt lebt Benedikt XVI. zurückgezogen im Kloster Mater Ecclesiae («Mutter der Kirche») im Vatikan.

Benedikt ist erst der zweite Papst in der Geschichte, der freiwillig vorzeitig aus dem Amt schied. Das erste Mal lag mit dem Rücktritt von Papst Coelestin V. im Jahre 1294 (nach nur einem halben Jahr Amtszeit) mehr als 700 Jahre zurück. Nach gängiger Kirchenpraxis trägt er seit der Scheidung aus seinem Amt den Titel "Emeritus".

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