München an nur einem Tag

Der Alte Peter vom Rathausturm
Der Turm des Neuen Rathauses am Marienplatz bietet eine grandiose Aussicht auf den Alten Peter und bei klaren Wetterverhältnissen über ganz München.

München in nur 24 Stunden kennenlernen wollen ist ehrgeizig. Aber nicht unmöglich. Das Gute an München: Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Herzen der Stadt, dem Marienplatz. Die Tages-Tour von muenchen.de zeigt, was jeder Besucher unbedingt gesehen haben sollte.

Los geht's am Marienplatz

Marienplatz München

Die 24-Stunden-Tour durch München beginnt am Marienplatz. Genau hier befand sich die Stätte der Mönche, nach welchen München benannt ist. 1158 wurde die Stadt erstmals als "apud munichen" urkundlich erwähnt. Heute ist der Marienplatz eine Top-Lage für viele Geschäfte und Cafés, dominiert von der neugotischen Fassade des Neuen Rathauses. Wegen seiner zentralen Lage ist der Platz der ideale Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour. Und es ist immer was los, egal ob am Tag oder zu später Stunde.

 
 

9 Uhr: Frühstück: Bayerisch, bio oder italienisch?

Hofbräuhaus München

Ein langer Sightseeing-Tag braucht eine gute Grundlage. Im Tal 7 befindet sich ein altehrwürdiges, uriges Wirtshaus, das Weiße Bräuhaus. Dort gibt es neben vielen anderen bayerischen Spezialitäten auch ein Weißwurstfrühstück. Nicht nur bayerisch, sondern auch vegan frühstücken kann man ganz idyllisch zwischen Hofbräuhaus und Viktualienmarkt in der Spezlwirtschaft, die im zweitältesten Haus Münchens in der Ledererstraße 3 zu finden ist. Wer gern schnell und italienisch frühstückt ist in der Bar Centrale in der Ledererstraße 23 bestens aufgehoben.
               
Gleich nach dem Frühstück geht es um zehn Uhr direkt zum Platzl gleich ums Eck. Er ist einer der ältesten und ursprünglichsten Plätze Münchens, mit dem weltberühmten Bierpalast, dem Hofbräuhaus. Vom Platzl mit seinen vielen schmucken Häusern ist es auch nicht weit zum Alten Hof. Er war der erste Münchner Sitz des bayerischen Herrschergeschlechts, den Wittelsbachern. Hier residierten sie vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Heute ist der verkehrsberuhigte Innenhof eine Oase der Ruhe mitten im Innenstadttrubel.
 

 
 

11 Uhr – Wahrzeichen Münchens: Alter Peter und Dom

Frauenkirche

Kurz vor elf Uhr, zurück zum Marienplatz. Das bekannte Glocken- und Figurenspiel mit Episoden aus der Münchner Stadtgeschichte startet pünklich auf die Sekunde. Nach dem Glockenspiel geht es hoch hinaus: Knapp über 300 Stufen führen zur Aussichtsplattform des Alten Peters. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick, nicht nur auf den Marienplatz, sondern über ganz München. Und an schönen Tagen sogar bis in die Alpen.

Wieder unten angekommen lohnt ein kurzer Abstecher in die Münchner Fußgängerzone. Nach knapp hundert Metern in der Kaufingerstraße gibt die Liebfrauenstraße den Blick auf das höchste Bauwerk der Innenstadt und das Wahrzeichen Münchens frei: Die Frauenkirche mit ihren zwei Zwiebeltürmen (Dom zu unserer lieben Frau). Im mächtigen Innenraum der gotischen Hallenkirche kann man sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Teufelstritt machen, eines schwarzen Fußabdrucks im Boden der Kirche - oder die Architektur und Ruhe des Gotteshauses auf sich wirken lassen. Kleiner Wermutstropfen: Der eigentlich besichtigbare Südturm ist wegen Sanierungsarbeiten derzeit nicht zugänglich.
 

 
 

13 Uhr – Mittagshunger, ab auf den Viktualienmarkt

Viktualienmarkt München

Von der größten Kirche Münchens geht es um ein Uhr über den Färbergraben zunächst in eine der kleinsten Kirchen der Stadt, die jedoch trotzdem eine der spektakulärsten ist: Die Asamkirche in den Sendlinger Straße ist ein Kleinod des Spätbarocks und an religiöser Pracht kaum zu überbieten. Wahrscheinlich haben die ersten schon wieder einen leeren Magen. Der Hunger führt direkt zur nächsten Sehenswürdigkeit: Dem Viktualienmarkt. Der Weg dorthin geht am Stadtmuseum, dem Jüdischen Museum, der Synagoge und der Schrannenhalle vorbei.

Nehmen Sie sich ruhig Zeit, auf dem Viktualienmarkt durch die Ladenzeilen zu schlendern. Hier ist der perfekte Ort, um alle erdenklichen Schmankerl einzukaufen und einer ganz besonderen bayerischen Tradition zu frönen: Der Biergartenbrotzeit. Dazu gehören Käse, Wurst, Brot, Brezen, Obatzter, Essiggurken, Aufstriche, Obst und Früchte. An einem schönen Plätzchen im Biergarten mitten auf dem Markt, mit einem kalten Getränk aus dem Ausschank, kann man die bayerische Lebensart genießen.
 

 
 

16 Uhr – Rikschafahrt ins Grüne

Chinesischer Turm im Englischen Garten

Die 24-Stunden-Tour führt zunächst nochmal zurück auf den Marienplatz. Die Rikscha-Fahrer dort radeln ihre Fahrgäste nicht nur bequem durch die Stadt, sondern können zu jeder Sehenswürdigkeit ein paar Geschichten erzählen. Am besten lassen Sie sich an der Residenz vorbei über den Odeonsplatz und den Hofgarten in den Englischen Garten radeln. Er ist einer der größten Stadtparks der Welt, bekannt für den Monopteros, den Chinesischen Turm und seine "Nackerten". Über Siegestor und Ludwigstraße geht es wieder zurück in die Altstadt. Wer gut auf den Beinen ist, schafft diese Runde jedoch auch locker zu Fuß.

Am Odeonsplatz endet die Rikschafahrt. Nach einer kurzen Besichtigung der Feldherrnhalle und der Theatinerkirche geht es über die Theatinerstraße in die Fünf Höfe. Diese sind ein preisgekröntes Beispiel für neuere Münchner Architektur und machen den Gebäudekomplex zu weitaus mehr als einer schnöden Einkaufspassage.
 

 
 

20 Uhr – Der Himmel der Bayern

Frauenkirche

Ein langer und ereignisreicher Tag sorgt für ordentlich Appetit. Die bayerische Küche hat für jedes noch so große Loch im Bauch das Passende zu bieten. Einer der schönsten Plätze zum Abendessen liegt gleich hinter der Frauenkirche an der Sporerstraße, wo die Auswahl zwischen gleich drei Traditionsgaststätten schwerfällt: Der Andechser am Dom, das Nürnberger Bratwurst Glöckl (Anzeige) und der Augustiner am Dom (Anzeige).

Am besten reservieren Sie schon tagsüber einen Tisch. Doch auch ohne Reservierung findet man in einem der drei Lokale immer einen Platz, es könnte dann nur etwas länger dauern, bis Sie den ersten Schluck Bier genießen können. Und vielleicht finden Sie im Laufe des Abends sogar noch heraus, warum diese Ecke Münchens von Einheimischen auch gern ,Bermudadreieck‘ genannt wird...
 

Das könnte Sie auch interessieren

Top