München an zwei Tagen

München-Panorama vom Olympiaberg, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Vom Olympiaberg aus hat man eine herrliche Sicht über München

München in 48 Stunden. Das reicht gerade so, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, das typische Flair der Stadt kennen zu lernen und die ein oder andere kulinarische Entdeckung zu machen. Hier erfahren Sie, was man in zwei Tagen unbedingt gesehen und gemacht haben sollte...

Tag 1 - Quer durch die Innenstadt

Wie die 24-Stunden-Route beginnt die Zwei-Tages-Tour durch München am Marienplatz, dem Herzen der Stadt. Genau hier befand sich die Stätte der Mönche, nach welchen München benannt ist. Sie wurde 1158 erstmals urkundlich als "apud munichen" erwähnt.

9 Uhr – ein süßes Frühstück

Sankt-Jakobs-Platz, Foto: Katy Spichal

Bevor die Runde beginnt, braucht es jedoch eine gute Grundlage. Die gibt‘s im Café Frischhut, in Form einer Schmalznudel - ein heißes, fettiges Hefegebäck, das in Bayern auch als "Auszogne" bekannt ist. Wem das nicht deftig genug ist, der kann sich bei einem kurzen Abstecher auf dem Viktualienmarkt mit seinen vielen regionalen und exotischen Schmankerln stärken. Danach geht es an der Schrannenhalle vorbei, über den St.-Jakobs-Platz mit der Synagoge, dem Jüdischen Museum und dem Stadtmuseum in die Sendlinger Straße 32, wo ein Kleinod bayerischen Spätbarocks wartet: Die kleine Asamkirche.

11 Uhr – Fußgängerzone und Frauenkirche

Karlsplatz Stachus, Foto: Katy Spichal

Der anschließende Weg über Hacken- und Herzog-Wilhelm-Straße quer durchs Hackenviertel führt in zehn Minuten zum Karlsplatz. Seinem Verkehrsaufkommen ist der bayerische Ausspruch "Hier gehts zu wie auf dem Stachus" geschuldet. Das Karlstor ist Ausgangspunkt für den Bummel durch eine der größten Fußgängerzonen Europas über Neuhauser Straße und Kaufingerstraße.

Kurz vor dem Marienplatz gibt die Liebfrauenstraße den Blick auf das höchste Bauwerk der Innenstadt und das Wahrzeichen Münchens frei: Die Frauenkirche mit ihren zwei Zwiebeltürmen (Dom zu unserer lieben Frau). Im mächtigen Innenraum der gotischen Hallenkirche kann man sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Teufelstritt machen, eines schwarzen Fußabdrucks im Boden der Kirche - oder die Architektur und Ruhe des Gotteshauses auf sich wirken lassen. Der eigentlich besichtigbare Südturm ist wegen Sanierungsarbeiten derzeit nicht zugänglich.

13 Uhr – Bayerisches Mittagessen

Odeonsplatz in München, Foto: Katy Spichal

Einer der schönsten Plätze Münchens zum Mittagessen liegt hinter der Frauenkirche an der Sporerstraße, wo die Auswahl zwischen gleich drei Traditionsgaststätten schwerfällt: Der Andechser am Dom, das Nürnberger Bratwurst Glöckl (Anzeige) und der Augustiner am Dom (Anzeige). Mittags sollten Sie auch ohne Reservierung einen Platz in einem der Lokale bekommen.

Da deftiges bayerisches Essen gerne schwer im Magen liegt, empfiehlt sich ein längerer Spaziergang im Anschluss. Durch die moderne Einkaufspassage Fünf Höfe mit ihrer preisgekrönten Architektur geht es zunächst zum Odeonsplatz. Nehmen Sie sich dort die Zeit, die bewegte Geschichte der Feldherrnhalle zu entdecken, durch die Innenhöfe der Residenz zu schlendern und einen Blick in die Theatinerkirche zu werfen. Haben Sie Lust auf einen Nachmittagskaffee, so sind Sie in den umliegenden Cafés in der belebten Theatinerstraße bestens aufgehoben.
 

16 Uhr – Ab ins Grüne

Surfer auf dem Eisbach im Englischen Garten, Foto: Michael Hofmann

Danach geht‘s ab ins Grüne. Durch den Hofgarten führt der Weg an der Staatskanzlei mit der Kuppel des ehemaligen Armeemuseums vorbei zum Englischen Garten. Der etwas weitere Weg über die Prinzregentenstraße zum Haus der Kunst  lohnt sich. Denn gleich hinter dem monumentalen Bau zeigt sich eine für eine Großstadt nicht alltägliche Situation: Surfer, die eine stehende Welle im Eisbach reiten - bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit...

Gleich hinter den Surfern öffnet der Englische Garten, einer der größten innerstädtischen Parks weltweit - mit einem verzweigten Wegenetz. Die Münchner helfen Ihnen im Notfall jedoch gerne, den Weg zu Monopteros und Chinesischem Turm zu finden. Nicht wundern, falls im Park nackte Menschen liegen - eine große Fläche im südlichen Parkteil ist offiziell als FKK-Bereich ausgewiesen. An einem heißen Tag ist es gar nicht verkehrt, Badehose und Handtuch dabei zu haben. Das Wasser der Bäche ist zwar kalt, aber sehr erfrischend.
 

19 Uhr – Bayerische Nacht im Biergarten

Geschwister-Scholl-Platz an der Universität, Foto: Katy Spichal

Vor einem Abstecher zum Biergarten am Chinaturm, sollten Park-Besucher unbedingt die Aussicht vom Monopteros genossen haben. Von dem kleinen Hügel aus ist die Sicht auf die Türme und Dächer der Altstadt wunderbar. Am Chinaturm angekommen gibt es sicher kein Problem, einen Sitzplatz zu bekommen: Der Biergarten dort ist einer der größten Münchens.

An schönen Tagen gibt es kaum einen besseren Ort in München, um einen Abend bei Bier und Brotzeit ausklingen zu lassen. Auf dem Rückweg zur U-Bahn zahlt sich ein Abstecher zum Geschwister-Scholl-Platz aus: Die nächtliche Beleuchtung der Universität, der beiden Brunnen und des Siegestors ist ein perfektes Fotomotiv.
 


Tag 2 – Die Altstadt und ein kleiner Ausflug

Tag zwei beginnt am Isartor, einem der drei noch erhalten Stadttore und Begrenzung der Altstadt im Osten. Hier, wo auch das Karl Valentin Musäum zu Ehren des bekannten Komikers untergebracht ist, befindet sich die wohl europaweit einzige rückwärtsgehende Turmuhr.
 

9 Uhr – Frühstück: Bayerisch, vegan oder italienisch?

Alter Hof in der Innenstadt München, Foto: Katy Spichal

Erst einmal Frühstück bevor es in den zweiten Tag der Tour geht. Im Tal 7 befindet sich ein altehrwürdiges, uriges Wirtshaus, das Weiße Bräuhaus. Dort gibt es neben vielen anderen bayerischen Spezialitäten auch ein Weißwurstfrühstück. Nicht nur bayerisch, sondern auch vegan frühstücken kann man ganz idyllisch zwischen Hofbräuhaus und Viktualienmarkt in der Spezlwirtschaft, die im zweitältesten Haus Münchens in der Ledererstraße 3 zu finden ist. Wer gern schnell und italienisch frühstückt ist in der Bar Centrale in der Ledererstraße 23 bestens aufgehoben.

Gleich nach dem Frühstück geht es um zehn Uhr direkt zum Platzl gleich ums Eck. Er ist einer der ältesten und ursprünglichsten Plätze Münchens, mit dem weltberühmten Bierpalast, dem Hofbräuhaus. Vom Platzl mit seinen vielen schmucken Häusern ist es nicht weit zum Alten Hof. Er war der erste Münchner Sitz des bayerischen Herrschergeschlechts aus dem Mittelalter, den Wittelsbachern. Hier residierten sie vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Heute ist der verkehrsberuhigte Innenhof eine Oase der Ruhe mitten im Innenstadttrubel.
 

11 Uhr – Glockenspiel, Neues Rathaus und Alter Peter

Marienplatz München, Foto: Michael Nagy, Presse- und Informationsamt

Am Marienplatz beginnt um Punkt 11 Uhr das bekannte Glocken- und Figurenspiel mit Episoden aus der Münchner Stadtgeschichte. Pünktlich anzukommen ist kein großes Problem, den die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind alle nur wenige Fußminuten voneinander entfernt. Nach dem Glockenspiel geht es hoch hinaus: Knapp über 300 Stufen führen zur Aussichtsplattform des Alten Peters. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick, nicht nur auf den Marienplatz, sondern über ganz München, an schönen Tagen sogar bis in die Alpen.
 

12 Uhr – Abseits der Innenstadt

Olympiapark, Foto: Katy Spichal

Vielleicht erspähen Sie dort oben auch schon eines Ihrer nächsten Ziele. Sie haben die Qual der Wahl, denn an einem Nachmittag ist höchstens eine der drei Optionen zu schaffen, da allein die Anfahrt bis zu einer halben Stunde dauern kann:

  • Fußballbegeisterte wird es mit großer Sicherheit nach Norden zur Allianz Arena ziehen. Im Rahmen einer Stadiontour können Sie tief in die Katakomben bis in die Mannschaftskabinen abtauchen und in der FC Bayern Erlebniswelt alles über die Geschichte des bekannten Weltvereins erfahren.
  • Autofans kommen in der BMW Welt (Anzeige) und dem BMW Museum (Anzeige) voll auf Ihre Kosten und haben zudem das große Vergnügen, gleich danach eine Runde unter den Zeltdächern des Olympiaparks (Anzeige) drehen zu können.
  • Viel gediegener wird es im Schloss Nymphenburg. Das Schloss selbst ist ein imposanter Prachtbau, der weite Park dahinter und der Botanische Garten haben für Naturfreunde sicher noch die ein oder andere Überraschung parat.

19 Uhr – Ein Abend im Szeneviertel

Gärtnerplatz, Foto: Katy Spichal

Gegen Abend lohnt es sich, mit der U-Bahn zur Fraunhoferstraße zu fahren. Der Gärtnerplatz ist der Mittelpunkt des Szeneviertels Glockenbach und perfekter Ausgangspunkt für einen langen Münchner Abend. Unter den unzähligen Restaurants, Kneipen und Bars ist für jeden das Richtige dabei. Hier eine kleine Auswahl:

  • m.c. mueller: Leckere Burger, lässige Töne (Fraunhoferstraße 6)
  • Robinson Kuhlmanns Motto: "We don`t get drunk - we get awesome" (Corneliusstr. 14)
  • Pimpernel: Mix aus alt und neu, homo und hetero - feiern bis zum Morgen (Müllerstr. 56)
  • Niederlassung: Gemütliche Sofabar zum Chillen (Buttermelcherstr. 6)
  • Paradiso: Im ehem. "Old Mrs. Henderson" ließ es schon Freddy Mercury krachen

 

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