Hellabrunn macht Inventur: Tierische Zahlen, Daten und Fakten

Zählung der Felsenpinguine im Tierpark Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn / Marc Müller
Wiegen, zählen, füttern - Tierpfleger Frank Staatsmann bei der Inventur der Felsenpinguine...

Welche und wie viele tierische Bewohner leben in Hellabrunn?

(26.1.2017) Inventur in Hellabrunn: Zum Ende des Jahres zählte der Tierpark seinen Bestand und veröffentlichte heute beeindruckende Zahlen: Ganze 18.992 tierische Bewohner in 758 Tierarten leben im Tierpark. Aber was sind die Herausforderungen bei solchen Zählungen und welche Tiere verdienen den Preis des höchsten, schwersten oder ältesten Tieres?

Pinguin-Wiegen und Schwarmfische zählen - so läuft die Inventur

Zählung der Felsenpinguine im Tierpark Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn / Marc Müller
Felsenpinguine bringen bis zu vier Kilo auf die Waage...

Am Ende des Jahres macht der Tierpark regelmäßig Inventur - klingt einfacher als es ist: während Riesentiere wie die Elefanten sich problemlos zählen und wiegen lassen, fällt der Überblick über die anderen Tieren deutlich schwerer und die Tierpfleger müssen kreativ werden: die Brillenblattnasen flattern z.B. pausenlos durch die Fledermausgrotte und die Neonfische sehen nahezu gleich aus...

Tiere, die ununterbrochen herumschwirren oder -schwimmen, können daher lediglich geschätzt werden. So wird bei den Schwarmfischen im Aquarium nur ein Beckenausschnitt beobachtet und die Zahlen anschließend hochgerechnet. Anders sieht es z.B. bei den Felsenpinguinen aus: mit Hilfe von Futter locken die Tierpfleger die putzigen Gestalten auf eine normale Personenwaage (siehe Bild). Meist wiegen sie zwischen drei und vier Kilogramm.

Große Überraschungen passieren bei der Inventur natürlich selten. Kurator Carsten Zehrer scherzt: „Natürlich fehlt bei der Inventur am Ende des Jahres nicht einfach ein Pinguin.“ Denn die Tierpfleger halten jeden einzelnen Tag schriftlich fest, ob Tiere gestorben oder geboren werden oder es z.B. einen Neuzugang in Hellabrunn gab. Die Auswertung aller Tagesberichte ergibt am Ende einen zusammenfassenden Jahresbericht.

Tierpark Hellabrunn zählt zu den tier- und artenreichsten Zoos Europas

Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, dass der Tierpark weiterhin zu den tier- und artenreichsten Zoos Europas zählt. Der Gesamtbestand der Tiere im Münchner Tierpark besteht aus 18.992 Tieren in 758 Tierarten (Stand: 31.12.2016).

Darunter sind 906 Säugetiere in 101 Arten, 653 Vögel in 85 Arten, 421 Reptilien in 43 Arten, 127 Amphibien in 8 Arten, ca. 9.020 Fische in 301 Arten, ca. 2.000 Insekten in 25 Arten, 65 Spinnentiere in 7 Arten und ca. 5.800 "sonstige wirbellose Tiere" in 188 Arten.

Unter den 758 Arten gibt es auch einige stark bedrohte Tierarten, deren besondere Pflege Teil des Hellabrunner „Masterplans“ ist. Zoo-Direktor Rasem Baban erläutert: „Diese Tiere, die der Besucher in ansprechenden und artgerechten Anlagen erleben kann, stehen dabei als Botschafter für ihre in der freien Wildbahn bedrohte Tierart.“

Auch zwei weitere Meilensteine des Masterplans setzt der Tierpark momentan um: einerseits die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Polarwelt im Sommer 2017, andererseits den Beginn der Bauarbeiten für das neue Mühlendorf Anfang des Jahres.

Einige tierische Superlative aus Hellabrunn:

Giraffe Limber im Tierpark Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn
Auch Giraffendame Limber holt sich einen Hellabrunn-Rekord.
  • Das größte Tier: Giraffe Limber hat eine Scheitelhöhe von 4,15 Meter
  • Das schwerste Tier: Elefantenkuh Mangala bringt 3.780 Kilogramm auf die Waage
  • Das längste Tier: Das größte Anakonda-Weibchen ist 6,2 Meter lang
  • Das kleinste Tier: Die Raubturmdeckelschnecke ist nur etwa 0,3 bis 0,4 Zentimeter groß
  • Das älteste Tier: Eine Aldabra-Riesenschildkröte ist über 100 Jahre alt
  • Das letztgeborene Tier 2016: Quadhi, ein Nyala-Kälbchen, ist am 28.12.2016 zur Welt gekommen

Mehr zum Tierpark und weitere Meldungen

Top