Nächtliche Jäger im Tierpark

Goldschakal in Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn / Maria Fencik

Vier neue Goldschakale sind im Tierpark Hellabrunn zu sehen

(6.12.2017) Gibt es jetzt etwa Wölfe in München? Zumindest fast, denn seit Kurzem streunen im Tierpark Hellabrunn vier Goldschakale umher. Und die sind eng mit den Wölfen verwandt.

Polarfuchs-Anlage wird zum Schakal-Land

Goldschakal in Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn / Maria Fencik

Früher waren hier nordische Füchse beheimatet, jetzt ist es das Reich der goldenen Schakale: Die frühere Polarfuchs-Anlage wird nun von den Goldschakalen bevölkert. Wenn Ihr die vier Neuen in Hellabrunn genauer beobachtet, dann wird Euch sicher sofort ihre Leichtfüßigkeit auffallen.

Sie wiegen nur knapp zehn Kilo und erreichen eine Schulterhöhe zwischen 30 und 50 Zentimeter. Perfekte Voraussetzungen also, um auf der Suche nach Nahrung durch das Gebüsch zu schleichen. Denn wie ihre Artgenossen sind auch Goldschakale Jäger, die vor allem nachts nach Nagern, Vögeln und Amphibien Ausschau halten.

Durch ihr namensgebendes, goldbraunes Fell sind sie zwar auch tagsüber perfekt getarnt, aber Ihr kriegt sie im Tierpark natürlich trotzdem zu Gesicht.  Die zwei Männchen und zwei Weibchen sind Geschwister, daher sind die Männchen auch kastriert. Zur Welt gekommen sind sie im Naturzoo Rheine. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Besuchern mit diesen außergewöhnlichen Hunden eine weitere interessante Tierart zeigen können“, so Zoodirektor Rasem Baban über die neuen Bewohner im Tierpark.

In den vergangenen Jahren wurden die extrem scheuen Tiere übrigens vereinzelt in freier Wildbahn in deutschen Wäldern in Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen.

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