Wenn es unmittelbar vor dem Immobilienkauf zum Notar geht, wird’s ernst: Der Kaufvertrag für die Wohnung oder das Haus steht vor dem Abschluss.
Die Immobilienprofis von Immonet.de fassen die wichtigsten Aufgaben des Notars zusammen und geben praktische Tipps.
Vertrag genau lesen, Fragen klären
Die wichtigste Aufgabe für den Notar: Der Kaufvertrag über eine Immobilie muss zwingend durch einen Notar beurkundet werden. Nicht notarielle Verträge (auch Vorverträge) sind nichtig. Zudem ist der Notar gegenüber Käufer und Verkäufer zur Neutralität verpflichtet. Entwirft er einen Vertrag, so muss er die Interessen beider Parteien berücksichtigen.
Immonet-Tipp: Den Entwurf einige Tage vorher aushändigen lassen und sorgfältig durchlesen. Fragen und Änderungswünsche sollte man sich notieren und strittige Punkte am besten vor dem Notartermin klären.
Für die Zusammenarbeit mit einem Notar rund um den Immobilienerwerb gilt: Die Beteiligten sollen sich über die Bedeutung des Geschäfts im Klaren sein und keine übereilte Entscheidung treffen. Deshalb liest der Notar bei der Beurkundung die gesamte Urkunde allen laut vor. Auf einem eigens angelegten Konto verwahrt der Notar den Betrag für den Immobilienkauf für seine Klienten. Er zahlt den Betrag, den der Käufer einzahlt, nach Eintragung ins Grundbuch an den Verkäufer aus. Das bringt beiden Parteien Sicherheit.
Die richtige Auswahl treffen
Ein Notar wird für einen bestimmten Amtsbezirk ernannt und darf in der Regel nur dort tätig werden. Der vom Vertragspartner vorgeschlagene Notar muss aber nicht genommen werden; die Notarwahl ist frei. Käufer und Verkäufer sollten sich auf einen gemeinsamen Notar einigen.
Auch die Gebühren, die für die Arbeit des Notars anfallen, sind gesetzlich festgelegt. Ihre Höhe hängt vom Objektwert ab. Für einen üblichen Immobilienverkauf sollte man insgesamt etwa ein bis 1,5 % des Kaufpreises kalkulieren – das macht bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro also bis zu 3.750 Euro.
Quelle: Immonet.de / Carsten Germann Foto: Immonet.de / Fotolia.com





