Lesetipps für den Frühling

Die Empfehlungen unserer Münchner Buchhändler

Buchläden sind mehr als Verkaufsstationen – ihre Inhaber und Mitarbeiter arbeiten mit viel Herz und Leidenschaft in ihrem Beruf. Fünf Isar-Buchhandlungen stellen wir euch hier vor. Und ihre persönlichen Tipps, welche Neuerscheinungen in diesem Frühjahr zu lesen lohnen.

Der Buchpalast in Haidhausen

Wenn man sie zu ihrem Buchpalast in der Haidhauser Kirchenstraße befragt, gerät Katrin Rüger ins Schwärmen. Nicht nur, dass die aktuellen Tipps standesgemäß Kronen tragen und „Palastschätze“ heißen – es gibt darüber hinaus noch einen Leseclub mit Jugendlichen und natürlich fundierte Beratung. Und das selbstverständlich nicht nur im Kinder- und Jugendbuchbereich. Katrin Rügers Tipp ist ein Sachbuch, spannend zu lesen wie ein Krimi: „Schau mir in die Augen, Dürer!“ von Susanna Partsch. Das Buch aus dem Verlag C.H. Beck behandelt Fragen zur Kunst der Alten Meister, die wir nie zu stellen getraut haben. Außerdem finden sich ungewöhnliche Blicke hinter die Kulissen von Museen und Ausstellungen. Rügers Fazit: „Ein außergewöhnlicher Schmöker.“

Die Giesinger Buchhandlung

Whiskey in einer Buchhandlung, inklusive Beratung? Musik vom Plattenspieler statt aus der Boombox? Das gibt’s in der Giesinger Buchhandlung in der Tegernseer Landstraße. Und natürlich Bücher. Seit über 30 Jahren. Inhaber Gerhard Drechsler empfiehlt „Fever“ von Deon Meyer, erschienen im Aufbau Verlag: Nach einem Fieber, das weltweit fünfundneunzig Prozent der Menschen getötet hat, versuchen Nicolaas und sein Vater Willem, in einem völlig veränderten Südafrika einen sicheren Platz zum Leben zu finden. „Fever“, so Drechsler, sei Dystopie, Krimi und Liebesgeschichte in einem.

Buchhandlung Lehmkuhl in Schwabing

Welcher Münchner kennt sie nicht! Es ist die Buchhandlung schlechthin in Schwabing. Prominent an der Leopoldstraße gelegen, muss mal als Bücherfreund einfach jedesmal hineinschauen, wenn man in der Nähe ist. Auf zahlreichen Lesungen kann dort auch man Autoren und Autorinnen live erleben, so auch vor kurzem Milena Michiko Flašar, eine österreichische Schriftstellerin japanischer Abstammung. Ihr Roman „Herr Kato spielt Familie“, erschienen bei Wagenbach, ist der Buchtipp von Mechthild Heinen. Worum es geht? Herr Kato ist Rentner und weiß nicht so recht, wohin mit sich, weshalb er das Angebot annimmt, für die Agentur „Happy Family“ mal den Opa, dann wieder den Chef oder auch den Exmann zu mimen. Heinen: „Ein leises, zauberhaftes Buch.“

Isarflimmern in der Au

Roman-Michael Schäfer von der Buchhandlung Isarflimmern in der Auenstraße – direkt gegenüber vom Kiosk an der Reichenbachbrücke – hat lange als Journalist gearbeitet und unter anderem über Musik geschrieben. Er zögert keine Sekunde, als wir ihn nach seinem Buchtipp fragen, und nimmt „Idaho“ (Hanser) von Emily Ruskovich vom Stapel. So begeistert, wie er von diesem Roman erzählt, möchte man sich sofort in einen der roten Sessel im Isarflimmern setzen und loslesen. „Ein wortwörtlich wahnsinniger Roman, der gerade, weil der Mord an der eigenen Tochter so unvorstellbar ist, äußerst subtil und narkotisch wirkt“, sagt er. Und fügt dann noch hinzu: „Manche Dinge lassen sich wohl einfach nicht erklären.“

Hugendubel am Marienplatz

Wirklich schön ist sie geworden, die zentrale Münchner Hugendubel-Filiale, die 2017 neu eröffnet hat. Auch hier gibt es ein rotes Sitzmöbel: Ein Sofa, hinter dem man den Marienplatz und das Rathaus bewundern kann. Ein Stockwerk darüber finden Buch- und Kaffeefreunde ein Lesecafé mit Barhockern, Ledersofas und Sesseln. Entspannen – und lesen – mitten im Trubel der Innenstadt. Beispielsweise das neueste Werk von Haruki Murakami, „Die Ermordung des Commendatore“ (DuMont Verlag). „Das ist ein zauberhaftes Buch, das auch für Murakami-Anfänger geeignet ist“, erzählt die Mitarbeiterin Frau Specht. „Und wem es gefällt, der darf sich auf zwei weitere Teile der Trilogie freuen“.

Bildergalerie


Text: Anette Göttlicher
Fotos: Anette Göttlicher

März 2018

 

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