In der Au hat sich noch ein Stück traditioneller Alltagskultur erhalten: Die Auer Dulten und der Starkbieranstich auf dem Nockherberg sind sichtbare Zeichen dafür. Mehr über das Stadtteilbild der Au.
Nur noch ein Fünftel des heutigen Wohnungsbestandes in der Au stammt aus der Zeit vor 1919. Wohnraum und Gewerbe waren in der Au traditionell vermischt. Doch dieser Zustand verändert sich: Gewerbebetriebe werden zunehmend ausgelagert. Der grundlegende Strukturwandel von der ehemaligen Arbeitervorstadt zum begehrten Randgebiet der City ist in der Au allerdings weniger stark ausgeprägt als in anderen Stadtteilen.
In der Au hat sich bis heute ein Stück traditioneller Alltagskultur gehalten: die Auer Dulten. Die Jahrmärkte finden nach wie vor dreimal im Jahr auf dem Mariahilfplatz statt. Von Geschirr über Antiquitäten bis Trödel ist in den Buden unterhalb der Mariahilfkirche alles Mögliche zu finden.
Eine Besonderheit in der Au waren früher die zahlreichen Brauereien, die an der Terrassenkante der Isar ideale Standorte für Tiefbrunnen und Lagerkeller vorfanden. Brauereien gibt es in diesem Stadtteil zwar nicht mehr. Aber eine Tradition wird bis heute in der Au gepflegt: Der Starkbieranstich im Salvatorkeller auf dem Nockherberg, der den Beginn der "Fünften Jahreszeit" einläutet. Politiker und Prominente bekommen dann nicht nur Starkbier, sondern von Bruder Barnabas auch deftige Sprüche serviert.












