Der Name Lehel stammt von "lohe", lichter Wald. Das ursprüngliche Lehel war ein kleiner Auenwald, der mit vielen Bächen durchzogen war. Schon zur Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern (1314-1347) war das Lehel Siedlungsgebiet für diejenigen, denen man wegen ihrer Armut eine Niederlassung in der Stadt verweigert hatte. Im Jahre 1724 wurde Lehel in den Münchner Burgfrieden einbezogen. Damit ist Lehel die älteste unter Münchens Vorstädten.
Mit dem Bau der St. Anna-Klosterkirche, für die 1727 der Grundstein gelegt wurde, erhielt der Stadtteil die amtliche Bezeichnung "St.-Anna-Vorstadt". Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Lehel von einem Viertel der Tagelöhner und Wäscherinnen zu einem beliebten Wohnviertel. Ein neuer städtebaulicher Akzent entstand mit der Maximilianstraße, die Friedrich Bürklein im Auftrag von König Maximilian II. gestaltete.
Heute ist die Maximilianstraße durch den Altstadtring getrennt: Sie beginnt in der Altstadt, führt durch den Stadtteil Lehel hinauf zum Maximilianeum (Haidhausen), dem Sitz des Bayerischen Landtags. Das Denkmal des Bauherrn, König Max II., steht am Ende der Maximilianstraße im Stadtteil Lehel. Am Sockel zeigt es vier Kinder mit den Wappen der bayerischen Stämme Bayern, Schwaben, Franken und Rheinpfalz.












