Stadtteilbild

Ludwigsvorstadt

Die Ludwigsvorstadt ist ein geschäftiger, multikultureller Stadtteil. Die Bavaria mit der Ruhmeshalle auf der Theresienwiese ist der optisch dominierende Mittelpunkt. Jedes Jahr "pilgern" Millionen von Touristen in die Ludwigsvorstadt, wenn es auf dem Oktoberfest heißt: "Ozapft is".

Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte den Charakter des Stadtteils. Verwaltungsgebäude, Büros und Gastgewerbe verdrängten Wohnraum und Kleingewerbe. Das Bahnhofsviertel, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde mit Geschäftshäusern und vor allem mit Hotels und Gaststätten wieder aufgebaut. Fast zwei Millionen Gäste übernachten dort jährlich. Ansonsten hat sich im Bahnhofsviertel ein geschäftlicher und kultureller Schwerpunkt von ausländischen Bürgerinnen und Bürgern gebildet, die das Bahnhofsviertel wesentlich prägen.

Im Wiesnviertel, benannt nach der Theresienwiese (Oktoberfest), dominieren heute Bürofunktionen. Mitte des 19. Jahrhunderts war es als repräsentatives Villen- und Mietshausviertel konzipiert worden. Östlich an die Theresienwiese schließt das Klinikviertel an, mit den Universitätskliniken und zahlreich angegliederten Instituten. Während im Bahnhofsviertel besonders viel Verkehr herrscht, ist der angrenzende Klinikbereich verkehrsberuhigt. In kultureller Hinsicht erwähnenswert ist natürlich das Deutsche Theater, das nördlich des Klinikums liegt.

Der optisch dominierende Mittelpunkt im Stadtteil ist die Bavaria mit Ruhmeshalle. Ludwig Schwanthaler schuf die Bavaria, gekleidet in einem Bärenfell, in der Hand einen Eichenkranz, bewaffnet mit einem Schwert und neben ihr der Löwe, das bayerische Wappen. Die 18 Meter hohe Statue ist aus 1.560 Zentnern Erz, das aus untergegangenen Seeschlacht-Kanonen stammt, gegossen. Die Bavaria kann von innen erklettert werden, sie bietet einen herrlichen Blick über die Stadt. Die Ruhmeshalle, die dreiflügelige dorische Säulenhalle aus Marmor, wurde 1843 bis 1853 von Leo von Klenze errichtet. An ihrer Rückseite sind die Büsten vorbildhafter Bayern ausgestellt.