Obermenzing steht für gehobenen Wohnkomfort. Denn rund um den ländlich geprägten Dorfkern sind schöne Villenviertel entstanden. Schon die Wittelsbacher fühlten sich hier sehr wohl, wie das eindrucksvolle Wasserschloss Blutenburg an der Würm beweist.
Der Obermenzinger Dorfkern um die alte Dorfkirche St. Georg steht unter Ensembleschutz. Um diesen Dorfkern herum ist ein schönes Villenviertel mit Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden, die zum größten Teil erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden. Obermenzing gehört deshalb zu den bevorzugten Wohngebieten Münchens. Problematisch ist allerdings die starke Verkehrsbelastung der Amalienburg-, Verdi- und der Pippinger Straße entlang der Würm als Autobahnzubringer der A 8 München-Stuttgart.
Erholung bieten den Obermenzinger Bürgerinnen und Bürgern die Grünflächen des Würmgrünzuges und des so genannten Durchblickparks. Von kulturhistorischer Bedeutung ist die spätgotische Schlossanlage Blutenburg. Das Schloss entstand vermutlich im 12. Jahrhundert. Im Jahre 1432 taucht zum ersten Mal die Bezeichnung "Pluedenburg" auf. Herzog Sigismund lebte auf Schloss Blutenburg, dem Jagdschloss seines Vaters, Herzog Albrecht III. Er hatte auf eine Mitregentschaft im Hause Wittelsbach verzichtet. Im Festsaal finden heute Konzerte und Lesungen statt. Das Wasserschloss-Ensemble beherbergt die Internationale Jugendbibliothek und das Michael-Ende-Museum, im Torturm gibt es eine Erich-Kästner-Gedenkstätte. Ein weiteres spätgotisches Werk ist die Dorfkirche St. Wolfgang. Die Bauernkirche steht in der Nähe von Schloss Blutenburg im Weiler Pipping. Sie bot einst den Pilgern, die nach St. Wolfgang im Salzkammergut unterwegs waren, Rast.




