Stadtteilbild

Sendling

Sendling ist ein ehemaliges Industrie- und Arbeiterviertel in der Innenstadt. Heute sind davon nur noch die genossenschaftlichen Wohnungen und Mietshäuser zu sehen, mit einer Ausnahme: Die Großmarkthalle aus dem Jahre 1912 ist inzwischen der drittgrößte Umschlagplatz für Obst und Gemüse in Europa.

Mietshäuser und genossenschaftliche Bauten prägen auch heute noch das Bild des dicht besiedelten Stadtteils. Mehr als ein Drittel der Wohnungen wurde vor 1919 oder in der Zwischenkriegszeit erbaut. Mittelpunkt des Wirtschaftslebens in Sendling ist auch heute noch die Großmarkthalle, die 1912 eröffnet wurde. Diese Anlage mit einem eigenen Umschlagbahnhof ist nach Paris und Mailand der drittgrößte Umschlagplatz für Obst und Gemüse in Europa. Auch andere Einrichtungen in Sendling sind für ganz München von Bedeutung: das Heizkraftwerk Süd an der Isartalstraße, Teile des Messegeländes und das Berufsbildungszentrum an der Lindwurmstraße. Einen Ausgleich zur dichten Wohnbebauung im Norden von Sendling bilden die großen Erholungsflächen im Süden: die Anlagen am Neuhofener Berg, einige Kleingartenanlagen und natürlich die Flaucheranlagen an der Isar. Der Flaucher ist nach der Gastwirtschaft "Zum Flaucher" benannt, die 1873 vom Schankwirt Johann Flaucher eröffnet wurde.