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Fair Trade Town München

München Fair Trade

Die Stadt München hat sich für 2013 um den Titel „Fair Trade Town“ beworben. Diesen vergibt der Verein TransFair e.V. jedes Jahr an eine Stadt, die besonders um die Unterstützung gerecht erzeugter und gehandelter Produkte bemüht ist.

Viele Voraussetzungen für den Titel erfüllt München schon jetzt

Seit 2002 achtet die Stadt bewusst darauf, keine Produkte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen erzeugt oder gehandelt werden, zu kaufen. „Wer in München einen Kaffee trinken geht, bekommt schon jetzt Produkte aus fairem Handel angeboten. Wir wollen, dass dies aber noch öfter der Fall ist - auch innerhalb der Stadtverwaltung, sagt Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt.

Damit ist München in den letzten Jahren Vorbild für über 200 Städte und Gemeinden gewesen, die es der bayerischen Landeshauptstadt gleich taten. „Mit der Bewerbung soll unterstrichen werden, dass wir Münchnerinnen und Münchner die Augen vor der Realität nicht verschließen und, dass wir aktiv sind“, so Bürgermeister Hep Monatzeder. Er ist optimistisch, dass sich München nach Kopenhagen, Antwerpen und Lyon, die den Titel in den Vorjahren erwarben, bald „Fair Trade Town“ nennen darf.

Verantwortungsbewusst einkaufen – Ausbeutung bekämpfen

Die Stadt hat einiges dafür getan, dass sie sich als „fair“ behaupten kann. So wird Blumenschmuck nur noch in der eigenen Stadtgärtnerei, aus regionalem und saisonalem Anbau oder mit einem Gütesiegel für umweltfreundliche Produktion gekauft. Auch bei Bauarbeiten achtet die Stadt darauf, dass Natursteine verwendet werden, die nachweislich nicht aus Kinderarbeit stammen. Eine Steuerungsgruppe aus Vertretern der Kirche, Vereine, des Einzelhandels und der Stadtverwaltung koordiniert die Umsetzung.

Im Rathaus und in vielen anderen städtischen Einrichtungen werden schon jetzt fairtrade Tee und Kaffee ausgeschenkt. Fair gehandelte Produkte sind laut Umweltreferent Lorenz nicht zwangsläufig teurer als die Konkurrenz. Zudem würden beispielsweise ausgebeutete Kinder in der Dritten Welt den Preis dafür zahlen, dass hierzulande gespart wird. 

Mehr Fairness an Münchner Schulen

Speziell an Schulen soll noch mehr auf Fair Trade Produkte geachtet werden. Handgenähte Sportbälle sollen ab sofort nur erworben werden, wenn ihre faire Herstellung zertifiziert ist. Auch auf das Essen an Schulen, Kindertagesstätten und anderen städtischen Kantinen wird geachtet: Der Anteil regionaler, fair und ökologisch erzeugter Lebensmittel wird zunehmen.

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