Was man unbedingt vermeiden sollte, sind Äußerungen, die einen sofort als Kulturbanausen entlarven: Einen Picasso als "Kindergekritzel" zu bezeichnen kommt beim kunstbeflissenen Gegenüber in den seltensten Fällen gut an. Selbst wenn man mit den ausgestellten Werken nur wenig anfangen kann, sollte man sich etwas geistreicheres einfallen lassen.
Ein unschätzbarer Vorteil der Kunsttempel ist das in den meisten Fällen vorhandene Museumscafé. Hier können Sie in gemütlicher Atmosphäre die Gespräche über die Kunst und das Leben bei Kaffee und Kuchen vertiefen.
Flirt-Mythen des Alltags:
Der Waschsalon Abschließend sollte noch mit einem weit verbreiteten Klischee aufgeräumt werden: Dem Waschsalon als Zentrum des urbanen Flirtverhaltens. Nicht ganz unschuldig an diesem Mythos sind Film und Fernsehen. Wohlgebaute Menschen, die in angenehm beleuchteten Waschsalons lasziv ihre Jeans in die Trommel schmeißen, gibt es so gut wie ausschließlich in der Werbung.
Wer noch nie einen gewöhnlichen Waschsalon von innen gesehen hat, mag diesem Glauben weiter anhängen - die Realität sieht meist anders aus: Einziger Sinn und Zweck des großstädtischen Waschsalons ist nun einmal, dreckige Wäsche wieder sauber zu kriegen. Mehr nicht. Statt wildem Liebesgeplänkel wird dort eher melancholisch in die Waschtrommel gestarrt. Das mag zwar durchaus eine meditative Wirkung entfalten, mit Flirten hat es allerdings recht wenig zu tun.
Tipp: Während die Wäsche in der Maschine ist, einfach mal ein Eis beim Italiener nebenan holen. Das hebt nämlich die Laune und die steigert die Anziehungskraft.