Karfreitag 6. April 2012

Christus am Kreuz

Der Überlieferung zufolge ist der Karfreitag der Todestag von Jesus Christus - in München wird dieser hohe Feiertag mit Gottesdiensten und Prozessionen begangen. Außerdem gilt ein strenges Tanzverbot.

Die heiligen Messen beginnen am Karfreitag in München traditionell um 15 Uhr, der überlieferten Todesstunde Jesus Christus. Kirchenglocken und die Orgel werden an diesem Tag nicht gespielt. Dieser "stille Charakter" des Karfreitags wird im Gesetz über den Schutz von Sonn- und Feiertagen berücksichtigt. Demzufolge sind nach staatlichem Recht sämtliche öffentliche Veranstaltungen nur dann erlaubt, wenn sie den dem Tag entsprechenden ernsten Charakter wahren. So wird das Leiden Christi in Passionen und Oratorien in zahlreichen Münchner Kirchen und Konzertsälen besungen.

 

Karfreitagsprozession

Auch in diesem Jahr zieht wieder die Karfreitagsprozession durch die Innenstadt. Die Münchner Katholiken aus 22 Volks- und Sprachgruppen beten dabei die 14 Stationen des Kreuzweges, wobei jede Station von einer anderen Sprachgruppe gestaltet wird. weitere Infos...

 

Tanzverbot
Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen wie Sportereignisse, musikalische Darbietungen in Räumen mit Schankbetrieb oder Tanzveranstaltungen jeglicher Art sind am Karfreitag in München gesetzlich verboten. Selbst die Münchner Theater müssen ihren Spielplan so einrichten, dass an diesem Tag keine Komödien gezeigt werden.

Fischtag
Zu seinem Gedenken und als Ausdruck des Mitleidens wird dieser Tag nach christlichem Glauben als strenger Fastentag im Zeichen der Trauer und des Verlustes gehalten. So verzichten die Gläubigen beispielsweise auf Fleisch und essen an diesem Tag stattdessen Fisch - eine Tradition, die auch von zahlreichen Münchner Restaurants am Karfreitag aufrecht erhalten wird.

Höhepunkt des Kirchenjahres
Der Karfreitag, eingebettet in das Triduum Sacrum, der österlichen Dreitagefeier vom Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus Christus, zählt zu den wichtigsten kirchlichen Feiertagen und stellt den Mittel- und Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres dar.
Auf den Karfreitag folgt der Karsamstag als stiller Tag zum Gedenken der Grabesruhe. Am Ostersonntag, dem dritten und letzten Tag des österlichen Triduum Sacrum, wird die Auferstehung Christi schließlich als Fest der Freude gefeiert.