Allerheiligen und Allerseelen
An Allerheiligen (1.11.) und Allerseelen (2.11.) gedenken die katholischen Christen den Heiligen und Verstorbenen - in Bayern ist der 1. November ein gesetzlicher Feiertag. Infos zu den Münchner Friedhöfen, den Gottesdiensten und der Bedeutung des Festes...
Münchner Friedhöfe
Zu Allerheiligen spielen Kapellen Trauerserenaden auf den Friedhöfen und die Pfarrer halten Gottesdienste und Totengedenkfeiern ab. So spielen die Chorgemeinschaft Amicitia München-Schwabing e.V. und das Bläserensemble Ingeborg Lutz, am 1.11. 11:00 Uhr eine Trauerserenade in der Aussegnungshalle des Nordfriedhofs. Im Alten Südfriedhof tritt um 15:30 Uhr beim Durchgang zu den Alten Arkaden die Münchner Petersturmmusik auf. Die Münchner Friedhofsverwaltung hat die Termine zusammengestellt: Programm auf den Münchner Friedhöfen (PDF, 69 KB) >>>
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Aufgrund der zahlreichen Besucher könnten rund um die Münchner Friedhöfe die Parkplätze knapp werden. Deswegen werden vom 31. Oktober bis 2. November, jeweils von 7:00 bis 19:00 Uhr weitere Parkmöglichkeiten, Taxistände und Behindertenparkplätze rund um die Friedhöfe ausgewiesen... Verkehrshinweise zu den Münchner Friedhöfen >>>
Gottesdienste in den Münchner Kirchen
Anlässlich der beiden Feiertage zelebrieren die Pfarreien des Erzbistums München-Freising eine Reihe an Gottesdiensten. Ein Höhepunkt des Allerheiligenfestes ist das Pontifikalamt mit Weihbischof Engelbert Siebler in der Münchner Frauenkirche am 1. November um 10:00 Uhr. Zur Musik von Charles Wood u.a. singt der Domchor unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz. Kardinal Reinhard Marx feiert bereits um 9:00 Uhr ein Pontifikalamt in St. Peter mit Musik von W.A.Mozart. Weitere Messen in der Frauenkirche und in den Kirchen der Stadt auf den Seiten des Erzbistums .
Gelockertes Tanzverbot
In der Nacht vor Allerheiligen darf zum ersten Mal bis zwei Uhr morgens getanzt werden. Damit setzt das Münchner Kreisverwaltungsreferat die erst vor wenigen Tagen beschlossene Lockerung des Tanzverbots in Nächten vor sogenannten stillen Feiertagen um.
Offiziell tritt das Gesetz erst 2013 in Kraft, das bayerische Innenministerium forderte die Kommunen jedoch auf, das neue Gesetz schon für die Nacht vor Allerheiligen gelten zu lassen. Bisher war vor stillen Feiertagen immer um Mitternacht Schluss.
Historie und Bedeutung
Bereits seit dem frühen 9. Jahrhundert feiern Christen das Hochfest Allerheiligen am
1. November. Der Gedenktag der Heiligen und Verstorbenen ist in Bayern ein offizieller Feiertag und beschert den bayerischen Schülern eine Woche Herbstferien. In erster Linie ist der Tag all jenen Heiligen gewidmet, die keinen eigenen Namenstag besitzen. Ihnen zu Ehren finden in zahlreichen Münchner Kirchen feierliche Gottesdienste statt. Am Tag darauf, Allerseelen am 2. November, beten die Gläubigen für alle Verstorbenen.
Aus beiden Festen hat sich der Tag des Totengedenkens entwickelt. Deshalb wird auch in München an diesen Tagen vielen traditionellen Bräuchen nachgegangen: die Gräber werden mit Blumen geschmückt, das so genannte "ewige Licht" angezündet, der Priester geht über den Friedhof und segnet die Gräber der Verstorbenen, indem er sie mit Weihwasser besprengt.
Festtag und "stiller Feiertag"
Die Gedenktage der Heiligen und der Verstorbenen sind nach katholischem Verständnis im eigentlichen Sinne keine Trauer- sondern Festtage. Der Glaube an die Auferstehung ist ein wichtiger Inhalt des Allerseelentages, an dem für die Toten gebetet wird, die im Gegensatz zu den Heiligen noch nicht in der ewigen Herrlichkeit des Reiches Gottes sind.
Dennoch zählt Allerheiligen zu den so genannten "stillen Feiertagen", an denen laut gesetzlicher Regelung keine öffentlichen Tanzveranstaltungen stattfinden dürfen. In der Nacht vor Allerheiligen darf bis 2 Uhr morgens gefeiert werden.