Der andere stets angeführte Grund ist eine mögliche Energieersparnis durch das länger genutzte Tageslicht, was in München, die als nördlichste Stadt Italiens gehandelt wird, durchaus Sinn machen würde. Doch Spaß bei Seite, dieses Argument greift doch ein wenig kurz, auch wenn in einer einzige Stunde ein klein wenig Energie gespart werden kann. Denn gerade in den kälteren Monaten führt ein früheres Aufstehen zu verstärkter Nutzung der Heizung und das Umweltbundesamt ist sogar zu der Erkenntnis gekommen, dass dadurch am Ende mehr Energie verbraucht wird.
Über den Sinn und Unsinn der Sommerzeit streiten sich nun die Geister, bestimmt hätte das Münchner Urgestein Karl Valentin hier weise Argumente vorzubringen. In Frankreich beispielsweise sind immerhin über 70% der Bevölkerung für die Abschaffung der Zeitentrennung - was allerdings angesichts der EU-Richtlinien schwierig ist. Auch in Deutschland formiert sich Widerstand, denn neben der Fragwürdigkeit des Nutzens für die Energieersparnis entstehen für manche Menschen körperlich-seelische Probleme bei der Zeitumstellung.
Hin oder Her, ein positiver Effekt bleibt: Freizeitaktivitäten nach Feierabend wie Joggen, Schwimmen oder Biergarteln kann man Dank des "späteren" Sonnenuntergangs länger genießen - vor allem in München, wo doch die Biergartensaison noch immer die schönste ist und Isarwege und zahlreiche Parks zu ausgedehnten Spaziergängen einladen.
Hier nochmal die Zeitumstellungsregel:
Umstellung auf Sommerzeit
am letzten Sonntag im März
eine Stunde VOR
von 02:00 auf 03:00 Uhr
die Nacht ist eine Stunde kürzer
Zurückstellung auf Normalzeit
am letzten Sonntag im Oktober
eine Stunde ZURÜCK
von 03:00 auf 02:00 Uhr
die Nacht ist eine Stunde länger