Enkeltrickbetrug
Die Polizei München warnt in der Woche vom 17. bis 23. Dezember vor Betrügern, die mit einer hinterhältigen Masche Senioren um ihr Geld bringen: dem Enkeltrick. Beim Enkeltrick geben sich die Täter über Telefon bei älteren Mitbürgern als Angehörige aus, die dringend finanzielle Unterstützung benötigen. Die Aktion „Hallo Gerlinde, rat` mal, wer dran ist?“ soll Nachbarn, Freunde und Verwandte und die Senioren selbst, auf diese arglistige Betrugsform aufmerksam machen.
In München haben die Fälle des sogenannten „Enkeltricks“ 2012 deutlich zugenommen: Gab es 2011 insgesamt nur 56 Fälle, waren es im Dezember 2012 bereits über 600 Taten. Aus diesem Anlass informiert die Polizei München vor Weihnachten die Bürger mit einer Aktionswoche über diese Betrugsart, bei der manche Senioren ihr gesamtes Vermögen verlieren. Der Schaden geht pro Fall im Durchschnitt in die Zehntausende.
Die gewieften Täter suchen sich über das Telefon gezielt ältere Menschen aus, von denen sie annehmen, dass sie sich leicht überrumpeln lassen und Verwandte aufgrund von Demenz oder Hörschwäche nicht mehr erkennen. Die Senioren werden telefonisch genötigt, möglichst schnell Bargeld bei einer Bank zu besorgen. Anschließend holt eine "Vertrauensperson" wie z.B. ein "Freund" des vermeintlichen Angehörigen das Geld ab.
Mit Informationsmaterial in Banken, Ständen vor Supermärkten, Einkaufszentren und Wochenmärkten sowie Hinweisen auf den Infoscreens von U- und S-Bahnen versucht die Polizei München möglichst viele Bürger aktiv zu warnen.
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