Die dunklen, feuchten Wintermonate lösen manchmal Melancholie und Gefühle der Einsamkeit aus. Glücklicherweise ist dagegen ein Kraut gewachsen: die Mistel.
Die Tradition besagt, dass jeder, der unter einem Mistelzweig steht, auf der Stelle geküsst werden darf - allerdings nicht muss. Diese Strategie empfiehlt sich daher nur für Situationen, in denen man davon überzeugt ist, dass tatsächlich jemand gerne geküsst werden möchte (sich aber nicht traut). Vorsicht ist auch bei unbedachtem Gebrauch in Büro oder Verein geboten, denn statt dem netten Kollegen steht vielleicht plötzlich ein unliebsamer Zeitgenosse mit einem unter der Mistel...
Die Mistel hält aber auch so Unglück, Blitzschlag und böse Geister fern. Medizinisch hat sie ebenfalls einige Wirkung: sie gilt als Blutdruck senkend, krampflösend und antiepileptisch.
In den nordischen Ländern werden zur Wintersonnenwende die Misteln auf unterschiedliche Art als symbolische Schutzgaranten und Glücksbringer zum Julfest verwendet. In der keltischen Mythologie gelten Misteln als Zauberpflanzen der Druiden. Einer der Gründe, warum der Mistel so viele gute Eigenschaften zugeschrieben werden, könnte ihre immergrüne Erscheinungsform und ihr langes Leben sein.





