Wer kann sich noch daran erinnern, wie es war, wenn der Hl. Nikolaus kam? Ein etwas mulmiges Gefühl hatte man schon immer, oder? Was passierte denn tatsächlich, wenn der große, ernste, strenge Mann wirklich im Raum stand? Und wie reagieren Kinder heute?
Der misstrauische Typ: Reißausnehmen. Ist der Nikolaus auf der einen Seite des Raumes, heisst es schnell ab auf die andere Seite... Nicht wirklich aus schlechtem Gewissen wegen einer bestimmten Sache, aber man weiß ja nie - und der Sack ist groß!
Der Unternehmertyp: Diese kecke Gattung läuft gleich auf den Nikolaus zu, bittet ihn ohne Umschweife um ein Geschenk und reagiert genervt, wenn der Nikolaus dann erstmal fragt: „Bist du auch schön brav gewesen?“ Der Unternehmertyp antwortet ungeduldig: „Ja“. Aber der Hl. Nikolaus hakt nach: „ Na dann weißt du bestimmt auch ein schönes Gedicht oder sing doch etwas für uns.“ Der Unternehmertyp würde es nie sagen, aber er denkt: „Das alles nur für einen blöden Apfel?“ und erwidert stattdessen: „So was lernen wir in der Schule nicht – aber 7 x 3 ist 21. Und den Widerstand misst man in Ohm.“ Der Nikolaus runzelt die Stirn und kramt nachdenklich in seinem Sack nach dem gewünschten Apfel.
Der abgebrühte Typ: "Warum ist Onkel Ulrich heute noch seltsamer angezogen als sonst immer?"
Der pragmatische Typ: In höchster Eile wird zum Nikolaus gerannt und sich nach der Abwesenheit des Krampus erkundigt. Wenn der auch sicher nicht kommt, bekommt der Nikolaus in Höchstgeschwindigkeit das extra seit zwei Wochen einstudierte Gedicht zu hören und schon wird die Hand in Erwartung des Geschenks aufgehalten.
Der emotionale Typ: Planmäßig wird solange hysterisch geschrieen, bis der Nikolaus freiwillig den Raum wieder verlässt und den Eltern das Geschenk gibt. Das klappt - so was will sich nicht mal der beste Freund des Vaters antun.





