Eine komische Oper von Richard Strauss und Stefan Zweig: „Die schweigsame Frau“ ist zwischen dem 2. und 11.10.2014 im Nationaltheater zu sehen. Da aus lärmschutztechnischen Gründen sein Onkel gegen die Ehe mit Sopranistin Aminta ist und den Neffen deswegen kurzerhand enterbt, schmiedet Henry einen Racheplan mit lautstarkem Ausgang.
Der alte Kapitän Morosus führt zusammen mit seiner Haushälterin ein äußerst zurückgezogenes Leben. Vor einiger Zeit kam sein Gehör bei einer Explosion zu Schaden, und seitdem versucht er, Krach und Trubel jeglicher Art zu vermeiden. Sein Barbier rät ihm, eine stille junge Frau zur Gattin zunehmen - doch der Kapitän lehnt ab. Er erhofft sich vielmehr Abwechslung durch seinen Neffen Henry. Lange Zeit hat er ihn nicht gesehen, und nun freut er sich sehr auf den Besuch.

Morosus hat seinen Neffen als ruhigen jungen Mann in Erinnerung, doch Henry bringt das Leben des lärmempfindlichen Kapitäns gehörig durcheinander: Er ist nämlich Mitglied einer italienischen Operntruppe und brennt darauf, seine Künstlerkollegen dem reichen Onkel zu präsentieren. Dieser aber ist gar nicht begeistert von den lauten Gästen, und als er herausfindet, dass Henry mit der Sopranistin Aminta verheiratet ist, enterbt er ihn. Nun kommt der Kapitän auf das Angebot seines Barbiers zurück: Er möchte, dass dieser sich für ihn auf die Suche nach einer ruhigen Gattin macht. Morosus weiß jedoch nicht, dass der Barbier dem enterbten Henry helfen will und ihm nun die verkleidete Aminta als potentielle Ehefrau präsentiert. Diese spielt die Rolle der schüchternen jungen Dame - und der Kapitän ist begeistert...

Richard Strauss verfasste dieses Werk in Zusammenarbeit mit Stefan Zweig, der Inhalt beruht auf einer Komödie von Ben Jonson. In den Ensembles vereinen sich Anmut, Laune und Geist in einer selbst für Strauss ungewöhnlichen Weise. Aminta ist eines der liebenswürdigsten Frauenwesen, denen der Meister je musikalisches Leben eingehaucht hat, und Sir Morosus wächst, zumal in der Schlussszene, zu einer Charaktergestalt, der man Sympathie nicht versagen kann.
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