Eine Fichte mit Geschichte: Münchens neuer Christbaum steht

München hat wieder einen Christbaum, der bei seiner Präsention gleich gut ankam. Bürgermeister Josef Schmid erzählt im Video, wie der Christbaum 2017 ausgewählt wurde, was ihn persönlich mit der Fichte verbindet und wieviele Lichter das Wahrzeichen des Christkindlmarkts schmücken werden.

Ja, is' denn heut scho Weihnachten? Der neue Christbaum kommt gut an

(8.11.2017) Oh Fichtenbaum! München hat wieder einen Christbaum, den dieses Jahr die Gemeinde Burghausen gespendet hat. Das Wahrzeichen für den Münchner Christkindlmarkt wurde heute von Bürgermeister Josef Schmid und seinem Amtskollegen aus Burghausen feierlich präsentiert. Dem Bürgermeister gefällt der "grüne Riese" schon mal bestens - und damit ist er nicht alleine. muenchen.de war dabei und stellt den Christbaum vor.

"Beispiel für gelungene Integration" - Bürgermeister Schmid begeistert

Der Christbaum 2017 am Marienplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

"Baum steht!", vermeldeten Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr schon am frühen Morgen. Na also, das ging ja schnell - und ebenso schnell zog der neue Münchner Christbaum die Blicke auf sich. Viele Passanten blieben stehen und besahen sich den grünen Riesen aus Burghausen genauer.

Um 10 Uhr stellte dann Bürgermeister Josef Schmid gemeinsam mit dem Burghauser Stadtoberhaupt Hans Steindl (auf dem Foto ganz rechts) das diesjährige Wahrzeichen des Münchner Christkindlmarktes vor. Und, siehe da, Schmid und der Baum haben etwas gemeinsam - nämlich den "Geburtsjahrgang" 1969. Allerdings ist der Christbaum mit 24 Metern dann doch etwas höher gewachsen als der Münchner Bürgermeister. Und das ist natürlich nicht sein einziges prägendes Merkmal. Es handelt sich bei ihm nämlich um eine serbische Fichte: "Ein Beispiel für gelungene Integration", so Bürgermeister Schmid augenzwinkernd. Aber genug der Worte, am besten seht Ihr Euch den Baum einfach selbst an.

Groß, grün und gut gebaut: So sieht der neue Christbaum aus

Wissenswertes zum Baum

Der Christbaum 2017 am Marienplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wo genau kommt der Baum her und wann leuchtet er das erste Mal am Marienplatz?

Der Baum stammt heuer aus dem Burghauser Salzachtal in Oberbayern. Bereits seit 15 Jahren stand die oberbayerische 18.000-Einwohner-Stadt auf der Warteliste, um München einen Baum zu spenden. Am 8.11. übergab der Erste Bürgermeister von Burghausen Hans Steindl den Christbaum an Bürgermeister Josef Schmid. Am 27.11. wird er dann offiziell zum Beginn des Christkindlmarktes von Oberbürgermeister Dieter Reiter erleuchtet.

Die spendende Gemeinde Burghausen präsentiert sich während der Adventszeit im Innenhof des Münchner Rathauses, dem Prunkhof, und schenkt dort Glühwein aus.

Wie viele Jahre hat der Baum auf dem Buckel und was ist seine persönliche Geschichte?

Der neue Münchner Christbaum ist eine serbische Fichte aus Burghausen. Und diese hat auch eine ganz persönliche Geschichte: Als 14-jähriges Bäumchen pflanzten ihn Annemarie und Georg Rott 1969 zu ihrer Hochzeit im Garten nahe ihres Hauses im Salzachtal. Mittlerweile misst der Baum ganze 24 Meter und es bestand Windbruchgefahr. Daher entschied sich das Ehepaar aus dem „Hochzeitsbaum“ einen „Christbaum für München“ zu machen. Geschlagen wurde er am 6.11..

Der Christbaum 2017 am Marienplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wann und wie kam der Baum auf den Marienplatz?

In der Nacht vom 7. auf den 8.11. lieferte eine Transportfirma der Stadt Burghausen den Baum an. Die Münchner Berufsfeuerwehr hatte beim Aufstellen mit dem 6-Tonner kein leichtes Spiel. Mit einem Kran versenkte sie den Baum in das zwei Meter tiefe Bodenloch vor dem Neuen Rathaus und verkeilte ihn dort. Mittwochvormittag wurde er von Mitarbeitern des Baureferats geschmückt.

Die Qual der Wahl – wie schafft es der Baum auf den Marienplatz?

Jeder Baum sieht anders aus und nicht alle haben das Zeug dazu, Wahrzeichen des Münchner Christkindlmarkts zu werden. Die Christbaum-Spende für den Marienplatz gibt es seit 1977. Für den Christbaum gibt es besondere Kriterien: rundum geschlossen und möglichst gerade gewachsen soll er sein – schließlich repräsentiert er die Spendergemeinde und ist das Aushängeschild des Christkindlmarktes. Vereine und die Stadt Burghausen stellen sich im Innenhof des Münchner Rathauses vor. 

Was passiert mit dem Baum nach der Verwendung auf dem Christkindlmarkt?

Der Baum leuchtet bis 6.1.2018. Am 10.1. baut ihn die Münchner Berufsfeuerwehr wieder ab. Bei gutem Zustand wird er als Maibaum weiterverwendet.

Selfie-Gewinnspiel der Stadt Burghausen

Die Stadt Burghausen lädt zu einem tollen Gewinnspiel ein: Dazu müsst Ihr einfach ein Selfie mit dem Münchner Christbaum posten und verbringt mit etwas Glück ein Kultur-Wochenende in der Stadt. Das Selfie mit den meisten Likes gewinnt. Alle Infos zu den Preisen und Hinweise zum Ablauf des Gewinnspiels gibt es hier.

Mit der Webcam könnt Ihr Euch den Baum ansehen

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