Neue Einblicke in ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte: Die Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ beschäftigt sich bis 12.2.2017 im NS-Dokumentationszentrum mit dem Schicksal der Minderheit, vor allem während des Dritten Reichs.

Unveröffentlichte Bilder und neue Zusammenhänge

NS-Dokumentationszentrum in München - Ansicht von Südwesten
Das NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz

Ausgrenzung, Verfolgung, Völkermord: Die Sinti und Roma gehörten während des NS-Regimes zu den besonders stark von Repressalien betroffenen Minderheiten. Die Sonderausstellung im NS-Dokuzentrum befasst sich anhand der in München damals lebenden Menschen mit ihrem Schicksal. Hierfür wurden erstmals die Namen aller in München lebenden Opfer des Völkermords recherchiert, wodurch neue Zusammenhänge und Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Bislang unveröffentlichte Bilder dokumentieren das Leben der Sinti und Roma, ergänzt werden sie durch historische Daten und Fakten.

"Wichtig, sich mit der Verfolgungsgeschichte auseinanderzusetzen"

Foto aus der Ausstellung "Die Verfolgung der Sinti und Roma".

Die Sonderausstellung beschäftigt sich dabei nicht nur mit dem Leben der Sinti und Roma während der NS-Diktatur, sondern spannt den Bogen von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. „Es ist wichtig, sich mit der Verfolgungsgeschichte dieser Minderheit auseinanderzusetzen“, so Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München. „Hartnäckige Klischees und Stereotype über ‚die Zigeuner‘ prägen noch heute das Bild der Sinti und Roma in den Köpfen und in der Öffentlichkeit. Diese gilt es zu hinterfragen und zu durchbrechen.“ Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen und Podiumsdiskussionen.

Hier finden Sie alle Termine des Begleitprogramms als PDF

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