Wie sinnlich sind Maschinen? Vom 13.12.2016 bis zum 5.3.2017 präsentiert der Kunstbau des Lenbachhauses Werke von Thomas Bayrle, der zu den Vorreitern auf dem Gebiet der computergenerierten Bilder gehört. Bayrle setzt sich mit der modernen Massengesellschaft und deren Konsumverhalten kritisch auseinander und beschäftigt sich mit der Ästhetik von Maschinen.

Eine Wandinstallation hat der Künstler speziell für das Lenbachhaus konzipiert

Thomas Bayrle Carmageddon, 2012, Foto: der Künstler, VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Thomas Bayrle, Carmageddon, 2012

Thomas Bayrle (*1937) befasst sich künstlerisch mit den sozialen Organisationsgesetzen von Individuum und Masse. Grundlage seiner Bildmotive sind Alltagswirklichkeit, Waren­ und Konsumwelt der Menschen. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Interesses liegen öffentliche Transit­orte wie Flughäfen oder Autobahnen.

Die Autobahn spielt seit den 1970er Jahren eine wichtige Rolle in Bayrles Gesamtwerk. Ein Hauptwerk in seiner Ausstellung, die der Künstler für das Lenbachhaus konzipiert hat, ist eine neu erarbeitete skulpturale Wandinstallation, in der er das Motiv der Autobahn zu seinem Höhepunkt führt: ein auf die Dimensionen des Kunstbaus zugeschnittenes 30 Meter langes, 5 Meter hohes Wandrelief aus Holz.

Als einer der ersten Künstler in Deutschland arbeitete Thomas Bayrle mit computergenerierten Bildern und bediente sich des Prinzips des Seriellen – ein Ansatz, der ihn zu einem Pionier der Pop Art machte. Dies lässt sich nicht nur in seinen Grafiken und Gemälden, sondern auch in seinen frühen Filmen seit den 1970er Jahren nachvollziehen, letztere sind vollständig in der Ausstellung im Lenbachhaus zu sehen.

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