Das Münchner Stadtmuseum legt vom 12.5.-8.10.2017 in der Ausstellung "Revolutionär und Ministerpräsident" zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner den Fokus auf den publizistischen und politischen Werdegang des Revolutionärs und ersten bayerischen Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern. Zu sehen sind Fotos, Plakate, Dokumente, Schriften und auch Karikaturen der Zeit.

Eisner regierte nur 100 Tage

Germaine Krull, Kurt Eisner, Fotografie, vor Februar 1918, Foto: Münchner Stadtmuseum
Kurt Eisner (1867-1919), erster bayerischer Ministerpräsident

Mit den Worten „Die Dynastie Wittelsbach ist abgesetzt! Bayern ist fortan ein Freistaat!“ rief Kurt Eisner (1867-1919) in der Nacht zum 8. November 1918  in der ersten Sitzung der Arbeiter- und Soldatenräte im Mathäserbräu die Republik Bayern als Freistaat aus.

Die Ausstellung im Stadtmuseum geht dem Leben und Wirken Eisners nach, der 1910 aus Berlin nach München kam und thematisiert die 105 Tage der Regierung Eisner an der Spitze des Volksstaates Bayern. Sie zeigt Kurt Eisner als engagierten Journalisten und Politiker und macht so seinen Weg vom „Gefühlssozialisten“ zur prägenden Persönlichkeit der Revolution vom November 1918 nachvollziehbar.

Während die Ermordung Eisners am 21.2.1919 in München zunächst eine allgemeine Betroffenheit auslöste, brachen die Trennlinien einer zukünftigen Entwicklung wieder sehr bald auf. Die Ausstellung erzählt in Schlaglichtern diese bis Mai 1919 währende Zeit der Auseinandersetzungen um die Frage „repräsentativer Parlamentarismus oder Räterepublik“. Die Darstellung einzelner Schicksale daran Beteiligter vertiefen das Geschehen zusätzlich.

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