Ikonische Modebilder

Die Kunsthalle widmet dem deutschen Modefotografen Peter Lindbergh noch bis zum 31.8.2017 erstmals eine umfassende Werkschau unter dem Titel "From Fashion to Reality". Über 220 Fotografien, darunter nie gezeigte Motive, sowie weitere Objekte wie Abzüge, Filme, Requisiten und Notizen führen in das Geheimnis seiner ikonischen Bildsprache ein.

Auf der Suche nach der fotografischen Wahrheit

Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung., Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Die Kunsthalle in der Theatinerstraße

Peter Lindbergh (*1944) suchte stets die fotografische Wahrheit - auch in den Gesichtern von Fotomodellen. Glamour und Oberflächlichkeit waren ihm stets ein Gräuel, er fotografierte vorwiegend in Schwarz-Weiß und arbeitete den persönlichen Charakter seiner Motive heraus, indem er tief in deren Charakter eintauchte. So revolutionierte er mit seinen Porträts in den 90er Jahren die Modefotografie und unterstütze den Siegeszug der Supermodels wie Kate Moss, Linda Evangelista oder Naomi Campbell. Die Schau versammelt eine repräsentative Auswahl aus seiner Schaffensperiode von 1978 bis heute, mit nie veröffentlichten Fotos und Making-Of-Objekten. Die Ausstellung ist thematisch gegliedert und zeigt neben Kulissen und modischen Inszenierungen auch Porträts von mondänen Couturiers, Filmstars, Sängerinnen und vor allem von Tänzern - denn Tanz war und ist eine Inspiration für Lindberghs Motive.

Kurator Thierry-Maxime Loriot erhielt unbeschränkten Zugang zu Lindberghs persönlichem Archiv: "(Die Ausstellung) beleuchtet die Bedeutung des Menschlichen in Lindberghs Werk. Sie verrät viel über seine Werte und über seine Einstellung zu Alter, Schönheit und Weiblichkeit sowie zu großen gesellschaftlichen Fragen. Dabei wird auch Lindberghs grenzenlose Kreativität und Imaginationskraft in seinen Fotos offensichtlich", so Loriot über den faszinierenden Einblick in ein außergewöhnliches Kapitel der Fotografie-Geschichte.

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