Verdrängt die Digitalisierung die Malerei? Eine spannende Frage, die auch im Werk von Kerstin Brätsch eine wichtige Rolle spielt. Das Museum Brandhorst zeigt unter dem Titel „Innovation“ von 25.5. bis 17.9.2017 Malereien und Glasarbeiten der Künstlerin.

Zwischen Malerei und Digitalisierung

Werk von Kerstin Brätsch, Foto: Kerstin Brätsch
Dieses Bild aus dem Jahr 2008 heißt "Machine of Light"

Hat das gemalte Bild seinem digitalen Konkurrenten irgendetwas entgegenzusetzen? Was die Wandelbarkeit betrifft oder die Geschwindigkeit der Verbreitung? Kerstin Brätsch hat sich in ihrem Schaffen intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. Die gebürtige Hamburgerin setzt in ihren Arbeiten bewusst Kontraste, zeichnet technische Motive, aber die Körperlichkeit von Farbe und des Bildträgers.

Ein zentrales Element in Brätschs Malarbeiten ist der abstrahierte Pinselstrich. Mal scheint er völlig für sich zu stehen, dann verdichtet er sich wie in ihren „Block Radiant“-Bildern zu Klauen oder Skeletten.

2012 begann die Wahl-New-Yorkerin damit, auf Glas zu malen und spielt auch hier mit dem vermeintlichen Gegensatz von Körperlichkeit und Transparenz. Neben den 60 Malereien und 40 Glasarbeiten wird die Ausstellung durch Videos, Dia-Projektionen und eine Installation ergänzt.

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