Maibaumaufstellen auf dem Viktualienmarkt

Endlich steht er wieder: Am 1. Mai erhielt der Viktualienmarkt seinen Maibaum zurück - ein Kran wuchtete den 35 Meter hohen Baum in Position. Oberbürgermeister Dieter Reiter freut sich im Video über die Rückkehr der Tradition ins Herz der Stadt.

Das Wahrzeichen des Viktualienmarkts steht wieder

(1.5.2017) Der Viktualienmarkt hat sein Wahrzeichen zurück: Pünktlich am 1.5.2017 wurde der neue Maibaum ab 12 Uhr aufgestellt. Andreas Steinfatt, Vorsitzender des Vereins Münchener Brauereien, übergab den mittlerweile 13. Baum an Oberbürgermeister Dieter Reiter und das Münchner Kindl. Rund um die traditionelle Zeremonie fand ein Maibaumfest mit vergünstigten Bierpreisen statt.

Feierliche Übergabe an OB Dieter Reiter und das Münchner Kindl

Maibaum 2017, Foto: Verein Münchener Brauereien e.V.
Helfende Hände bereiten den Maibaum vor

Angeliefert wurde der Baum am Montagmorgen, von Schlossern geschmückt und danach mithilfe eines Krans der Münchner Feuerwehr am Viktualienmarkt aufgestellt. Der über 30 Meter hohe und reichlich geschmückte Baum dient die nächsten Jahre als neues (und altes) Wahrzeichen des Viktualienmarktes. Zwar war der Bereich rund um den Maibaum aus Sicherheitsgründen abgesperrt, aber natürlich dürfen die Besucher bereits zusehen, wie der Maibaum in die Höhe gerichtet wird.

Nach dem Aufstellen wurde der Baum vom Vorsitzenden der Münchner Brauereien Andreas Steinfatt an OB Dieter Reiter und das Münchner Kindl übergeben. Mit Reden von Andreas Steinfatt, OB Reiter und dem Vorsitzenden des Burschenvereins Hohendilching-Sollach Markus Hitzelsperger begann offiziell das Maibaumfest: Die sechs Münchner Brauereien schenkten ihr Bier vergünstigt aus, sodass die gute Stimmung bei der traditionsreichen Zeremonie nicht zu kurz kommt. Bis ca 15 Uhr begleitete die Blaskapelle Petershausen das Fest musikalisch. Der gesamte Erlös kommt einem sozialen Seniorenprojekt zugute.

13. Maibaum auf dem Viktualienmarkt - Opfer eines Diebstahls

Viktualienmarkt München, Foto: Katy Spichal
So sah der letzte Maibaum auf dem Viktualienmarkt aus

Etwas gezittert haben die Münchner Brauereien vermutlich schon, ob diese Veranstaltung überhaupt stattfinden kann. Denn schließlich ist es den Burschenvereinen Ismaning, Neufinsing und den Unterföhringer Burschen gelungen, den neuen Münchner Maibaum zu stehlen – wie es in Bayern gute Tradition ist. Doch die Auslöseverhandlungen waren erfolgreich und der 13. Maibaum kann am Viktualienmarkt aufgestellt werden.

Besonders eindrucksvoll sind die einzelnen Tafeln des Maibaums, deren Motive von Brauereigespannen bis hin zu den Schutzheiligen der Brauer, St. Bonifaz und St. Florian, reichen. Die Krone ziert ein Kranz mit Metallspitze, von der die Münchner Stadtfahne grüßt.

Seit 1962 sponsern die Münchner Brauereien den Baum, bei der letzten Aufstellung 2012 wurde im Rahmen des Maibaumfests das 50-jährige Bestehen dieser Tradition gefeiert. Dieser Baum wurde im Oktober 2016 nach vier Jahren gefällt. Seitdem mussten die Münchner auf ihr Wahrzeichen am Viktualienmarkt verzichten, doch damit ist es nun ab Montag vorbei…

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