Löwen heiß auf Pokal-Derby

Endlich wieder Pokalfieber im Grünwalder: Am Sonntag (13.8., 15:30 Uhr) empfängt der TSV 1860 den FC Ingolstadt in der ersten Runde des DFB-Pokals. Und die Löwen wittern gegen die angeschlagenen Schanzer ihre Chance.

1860 mit Selbstvertrauen

1860 grüßt von der Tabellenspitze – ein Bild, das man in den letzten Jahren nicht allzu oft gesehen hat. Doch der Start in die Regionalliga Bayern war mit fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen nahezu perfekt, die euphorische Stimmung im Grünwalder trug ihr Übriges zum positiven Bild in Giesing bei.

Jetzt wartet mit dem Pokalspiel gegen Ingolstadt das erste Highlight der Saison. Zwar sind die Sechziger gegen den Bundesliga-Absteiger Außenseiter, doch Angst hat die Truppe von Daniel Bierofka nicht. Im Gegenteil – die Siege zuletzt gegen Schalding-Heining und Nürnberg II haben das Selbstvertrauen weiter wachsen lassen. Eine Überraschung im oberbayerischen Derby scheint also möglich.

„Natürlich wollen wir eine Runde weiterkommen, auch wenn es sehr schwer wird. Wir sind in der Lage, Ingolstadt vor Probleme zu stellen“, so Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka. Man müsse die Schanzer von Anpfiff weg so bearbeiten und bespielen, „damit wir sie auf unser Niveau runterziehen“. Die Neuzugänge Markus Ziereis und Phillipp Steinhart werden, nach zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft, Bierofka zufolge wohl nicht in der Startelf eingesetzt.

Ingolstadt ist derzeit auf dem letzten Platz in der 2. Liga

Wäre ein 1860-Weiterkommen tatsächlich eine Überraschung? Denn der Gegner aus dem rund 80 Kilometer entfernten Ingolstadt hat einen Stolperstart in die neue Saison hingelegt. Die Mannschaft von Maik Walpurgis verlor sowohl gegen Union Berlin als auch in Sandhausen mit jeweils 0:1. Und somit findet sich der hoch gehandelte Bundesliga-Absteiger derzeit auf dem letzten Platz in Liga Zwei.

„Die Gier auf den Erfolg ist bei uns nach den Niederlagen umso größer. Wir sind von unserer Qualität überzeugt und wissen, dass wir noch Entwicklungspotenzial haben. Wir sind heiß auf den ersten Sieg“, sagte Trainer Maik Walpurgis am Freitag. Der Bundesliga-Absteiger muss in München ohne Alfredo Morales (Oberschenkelzerrung) und Marcel Gaus (Entzündung im Knie) antreten.

Die Löwen sollten die Schwächephase des Gegners nutzen. Vor allem die Abwehr des FCI ist immer wieder für einen Fehler gut, das könnte der treffsicheren TSV-Offensive um Sascha Mölders Chancen eröffnen. Und mit der Pokalatmosphäre im vollen Grünwalder ist die zweite Runde für die Münchner durchaus greifbar.

(muenchen.de/dpa)
 

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