Heißes Stadtderby wartet im Grünwalder Stadion

Stadtderby im Grünwalder! Mit Hochspannung wird das Aufeinandertreffen zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern II am Sonntag (15 Uhr) erwartet. Betrachtet man nur den Tabellenstand, ist die Favoritenrolle klar verteilt – aber ob das in einem Derby wirklich zählt?

Und wie heißt dieses Derby denn nun richtig?

Impressionen vom Amateur-Derby 1860 gegen FC Bayern, Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Wie nennt man dieses Spiel nun eigentlich? Wenn früher der FC Bayern II gegen 1860 II gespielt hat, war es das „Kleine Derby“. Haben sich (noch viel) früher die beiden ersten Mannschaften der Münchner Klubs gemessen, sprach man vom „Großen Derby“. Aber jetzt spielt die erste Mannschaft der Löwen gegen die zweite der Bayern. Das „Mittlere Derby“ also?

Wie auch immer dieses Spiel nun heißen soll, eines ist in jedem Fall klar: In dieser Partie steckt eine Menge Brisanz. Damit ist nicht nur die Tatsache gemeint, dass sich die beiden Münchner Klubs und ihre Anhänger nicht immer ganz einig sind – um es mal sehr vorsichtig auszudrücken. Auch sportlich geht es um eine Menge.

Der Tabellenführer aus Giesing könnte mit einem Sieg seinen Vorsprung weiter ausbauen und den Lokalrivalen für längere Zeit aus dem Aufstiegsrennen herausnehmen. Umgekehrt geht es für den FC Bayern II darum, genau dies zu verhindern. Derzeit trennen die beiden Klubs satte 16 Punkte. Und selbst wenn die Bayern zwei Spiele weniger auf dem Konto haben, ist der Abstand schon beträchtlich.

Löwen sind Favorit, aber Bayern mit besserer Generalprobe

Daniel Bierofka, Foto: picture alliance/augenklick

Die Löwen, die am Sonntag Heimrecht haben, sind also Favorit. Aber stimmt das auch? Denn die Generalprobe ist dem TSV bei der 2:3-Auswärtsniederlage in Augsburg ziemlich missglückt. Im Gegensatz zu den Bayern, die ihr Spiel gegen Rosenheim souverän mit 2:0 gewonnen haben.

„Wir haben endlich mal über 90 Minuten Vollgas gegeben und alles reingehauen. Das ist es, worauf es ankommt. Der Sieg ist hochverdient“, so FCB-Coach Tim Walter danach. Um gleich die Marschrichtung vorzugeben: „Jetzt freuen wir uns auf das Derby.“ Sein Pendant auf 1860-Seite war zwar naturgemäß nicht mit dem Ergebnis seines Teams zufrieden, aber zumindest mit der Einstellung: „Wenn die Jungs weiter so fighten, dann mache ich mir für die nächsten Spiele keine Sorgen“, fand Daniel Bierofka (Foto) zumindest auch positive Aspekte nach der Niederlage in Schwaben.

Und selbst wenn jetzt noch eine abgedroschene Fußballer-Phrase kommt, viel besser als bei diesem Spiel lässt sie sich kaum einsetzen: Am Sonntag wartet eine extrem heiße Partie im Grünwalder Stadion!

Mehr zum Thema und weitere Veranstaltungstipps

Top