„Jauchzet, frohlocket!“ Wenn der Eröffnungschor seine Jubelstimmen erhebt, dann ist es endlich soweit: Weihnachten ist da! Es ist seit knapp 300 Jahren eines der populärsten geistlichen Vokalwerke Bachs: Das Weihnachtsoratorium. Ton Koopman dirgiert die Münchner Philharmoniker im Gasteig vom 7. bis zum 9.12.2017.

Was wäre Weihnachten ohne Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“? Das sechsteilige Oratorium, das zwischen dem ersten Weihnachtsfeirtag (25. Dezember) 1734 und dem Epiphanifest (6.Januar) 1735 in Leipzig uraufgeführt wurde, erfreut sich bis heute größter Beliebtheit. Das Werk mit seinen feierlichen Eröffnungs- und Schlusschören ist weltweit zur Weihnachtszeit eine feste Institution im Repertoire zahlreicher Chöre und Orchester und auch aus dem Konzertsaal nicht mehr wegzudenken.

Wie bereits in seinen oratorischen Passionen (Matthäus- und Johannes-Passion) verwendet Bach dieselben musikalisch-dramatischen Formen und legt bei der Auslegung des Bibeltextes den Schwerpunkt auf das Lyrische und Kontemplative. Die musikalischen Vorläufer waren die Weihnachtshistorien, die im 17. Jahrhundert aufkamen. Diese waren geistliche Konzerte, in denen das Evangelium an kirchlichen Feiertagen auf besonders feierliche Weise vertont wurde. In Bachs „Weihnachtsoratorium“ mischen sich schließlich als kompositorisches Novum freie madrigalische Dichtungen bei. Obwohl das Werk in seiner architektonische Gesamtanlage als ein geschlossenes Oratorium zu betrachten ist, wird es häufig nur in Teilen aufgeführt, was einem Konzertbesuch aber nichts entgegen steht.
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