Bayern München gilt in der Wiesnzeit als unschlagbar. Ob das nur ein Mythos ist, erleben die Gäste aus Mainz am 16.9. ab 15:30 Uhr auf dem Platz in der Allianz Arena. Außerdem wirken die Bayern nach dem rumpeligen Saisonbeginn nervlich angeschlagen, was sie noch angriffslustiger macht - aber auch erfolgreich?

Mini-Krise bei den Bayern

Es mini-kriselt bei den Bayern mal wieder auf hohem Niveau: Die schmerzliche 2:0-Niederlage gegen das aufstrebende Hoffenheim unter Jungstar-Trainer Nagelsmann und der für bayerische Ansprüche wenig überzeugende 3:0-Sieg gegen Anderlecht in der Champions League haben die Diskussion über die Form der Bayern angeheizt. Dann ist da noch das Theater um die Aufstellung von Thomas Müller. Carlo Ancelotti rotiert die Mannschaft fröhlich durch und nimmt keine Rücksicht auf Befindlichkeiten von Weltmeistern und Altstars. Der sonst so schweigsame Lewandowski träumt von 100-Millionen-Einkäufen, die Hoeneß' Stirn in Falten werfen. Wenn Ribéry sein Trikot nach einer Auswechslung auf die Bank pfeffert, bauschen die Medien das zu einem Affront gegen den Verein auf. Und aktuell machen Gerüchte um eine ominöse „Trennungs-Klausel“ für Trainer Ancelotti die Runde. Unterhaltsam sind die Bayern nach der kühlen Guardiola-Ära auf jeden Fall wieder.

Mainz klarer Außenseiter

Startrainer Carlo Ancelotti
Unter Druck: Carlo Ancelotti

Zugegeben: Der Bayern-Dampfzug ruckelt zu Beginn der jungen Saison, die Überlegenheit beim Ballbesitz verwandeln sie noch zu wenig in Tore, doch besteht keineswegs Grund zur Panik. Die sollten eher die Mainzer hegen, die mit ihrem neuen Trainer Sandro Schwarz am vergangenen Wochenende ihre ersten drei Punkte gegen Leverkusen eingefahren haben. Mit einer Mischung aus Demut und Selbstvertrauen reisen die Mainzer als klarer Außenseiter an – aber mit einem Plan: "Wir brauchen in München eine Top-Leistung und eine perfekt organisierte Mannschaft. Gegen die individuelle Qualität des Gegners wollen wir zudem versuchen, möglichst oft Überzahlsituationen herzustellen", so Schwarz laut Vereinshomepage.

Beim Bayern-Training am Donnerstag setzte Ancelotti auf Koordinationsübungen und Torschüsse. Auch der zuletzt angeschlagene Arturo Vidal nahm wieder am Mannschaftstraining teil - der Blick richtet sich nach vorn: Die sowieso schon heimstarken Bayern brennen auf einen Befreiungsschlag. Armes Mainz. Deren Fans können sich jedenfalls am Abend auf der Wiesn über eine Niederlage hinwegtrösten. Für die Bayern kann's gar nicht genug Bier geben, sollten sie gegen Mainz nicht über ein Remis hinauskommen. Manchmal kann die Wiesn auch ein Fluch sein...

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