Bayern will die Revanche gegen PSG

Europäisches Spitzenspiel in der Allianz Arena: Am Dienstag (20:45 Uhr) empfängt der FC Bayern das Superstar-Ensemble von Paris St. Germain. Die Münchner wollen gegen die Truppe um Neymar nach der Hinspiel-Pleite vor allem eine Sache beweisen.

FC Bayern will sich in der europäischen Spitze zurückmelden

Kaum ein Spiel haben der FC Bayern und seine Fans in letzter Zeit wohl mehr herbeigesehnt als diese Partie. Wenn am Dienstag das mit zig Millionen hochgerüstete Starensemble von PSG den Rasen der Allianz Arena betritt, dann ist das Wort „Weltklasse“ sicher nicht übertrieben.

Das Paradoxe dabei ist, dass es sportlich in diesem Topspiel gar nicht mehr um so viel geht. Der FC Bayern kann zwar theoretisch noch den ersten Platz in der Gruppe B erreichen. Hierfür müsste das Team von Jupp Heynckes allerdings mit vier Toren Unterschied gewinnen. Gegen eine absolute Spitzenmannschaft wie Paris dürfte das eine ziemlich ambitionierte Aufgabe sein.

Aber für die Bayern geht es gar nicht so sehr um Platz eins. Vielmehr wollen die Münchner mit einem Sieg gegen PSG zeigen: Mit uns ist in der europäischen Spitze und damit im Kampf um die Champions-League-Krone wieder zu rechnen. Denn genau dieses eigentlich so münchnerische Selbstverständnis wurde durch die 0:3-Hinspielniederlage in Paris stark beschädigt.

Gibt's das kleine "Wunder von Fröttmaning"?

Vidal jubelt über seinen Treffer zum 1:0., Foto: dpa

Die Bayern sind nach dem 3:1 gegen Hannover (Foto) zwar gut drauf, aber selbst Mats Hummels gab zu, der Gruppensieg sei ein „sehr unwahrscheinlicher Wunschtraum“. Die Marschrichtung für das Kräftemessen bestimmt stattdessen Heynckes: „Es geht ums Prestige. Wir wollen das Hinspiel vergessen machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir nicht nur eine sehr gute Einstellung mitbringen, sondern auch, dass wir ein großes Spiel abliefern können.“ Seine Startaufstellung verriet der 72-Jährige noch nicht, aber ihm steht der gleiche Kader wie gegen Hannover zur Verfügung.

Ob das ausreicht gegen den Königsklassen-Titelanwärter aus Frankreich? Fakt ist, dass Paris bislang wie ein Derwisch durch die Champions-League-Saison gefegt ist. Fünf Siege und vor allem der neue Torrekord von 23:1 Treffern zeigen, wie stark die Mannschaft von Unai Emery tatsächlich ist. Vor allem die Offensivabteilung um Neymar, Kylian Mbappé und Edinson Cavani ist momentan vielleicht das Beste, was der Weltfußball zu bieten hat – Ronaldo hin, Messi her. Dass der französische Tabellenführer aber auch Schwächen hat, zeigte er am Wochenende. Da verloren die Pariser völlig überraschend gegen den Aufsteiger Racing Straßburg mit 1:2.

Auf die Fans wartet am Dienstag jedenfalls ein „Kräftemessen auf höchstem Niveau“ – wie Heynckes das Spiel bezeichnete. Auch die Münchner Sportsbars werden sicherlich voll sein, zumal die Partie nicht im Free-TV kommt. Und wer weiß, vielleicht schießen die Bayern ja doch vier Tore mehr als PSG und das vorweihnachtliche „Wunder von Fröttmaning“ wäre perfekt…

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