Wie es um den Menschen in der Moderne bestellt ist, darüber klärt die Ausstellung „Seth Price - Social Synthetic“ im Museum Brandhorst auf. Mehr als 100 Werke des US-Konzeptkünstlers Seth Price finden sich vom 21.10.2017 bis 8.4.2018 erstmals in einer umfassenden Retrospektive zusammen.

Kritik an der Konsumwelt

Seth Price: Noodles, Foto: Seth Price
Foto: Seth Price

Eine Faust ragt aus einer goldfarbenen Platte, ein geknotetes Seil formt Nudeln nach - direkt zugänglich sind seine Werke auf den ersten Blick nicht und schon gar nicht "ästhetisch".

Der 1973 geborene Seth Price verwendet Skulpturen, Filme und Videos, Textilien, Musik, Malerei und Poesie und auch Abfall um seine Themen zu verarbeiten. Der Mensch und die Kunst im digitalen Zeitalter, die Bedrohung des Ichs oder die Krise des Finanzsystems - aktuelle gesellschaftliche Probleme unserer Zeit. Dabei legt er in seinen Werken eine scharfe Konsumkritik an: Price bearbeitet Materialien aus der Warenwelt und setzt sie in neue Zusammenhänge - er nennt es "Umverteilung".

Immer wieder beschäftigt ihn der visuelle Umbruch, den die Digitalisierung hervorgerufen hat - gehört er doch zu der Generation, die den Wandel von der analogen in die digitale Ära miterlebt hat.

Seth Price hat bereits auf der Biennale in Venedig und der documenta 13 ausgestellt und hatte Einzelausstellungen in der Kunsthalle Zürich und der Art Gallery of Ontario. Im Museum Brandhorst sind seine Werke ab dem Jahr 2000 nun erstmals in einer Überblicksausstellung zu sehen.

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