Erste Premiere im Gärtnerplatztheater

Mit Schwung ging es los: Die ewig junge Operette "Die Lustige Witwe" am 19.10.2017 war der perfekte Auftakt für die erste Premiere des Gärtnerplatztheaters nach jahrelanger Umbau-Phase. Regie führt bei dem Stück Staatsintendant Josef E. Köpplinger persönlich. Noch bis 18.11. ist die Inszenierung zu sehen.

Unterhaltsame Operette von Franz Lehár

Adam Cooper (Der Tod), Alexandra Reinprecht (Hanna Glawari), Christoph Filler (Graf Danilo Danilowitsch), Foto: Marie-Laure Briane

Nach dem Tod ihres Mannes erbt die schöne Hanna dessen Vermögen. Nun ist sie auf der Suche nach dem passenden Gatten. Doch wer meint es ernst und will nicht nur ihr Geld? Eine unterhaltsame Operette von Franz Lehár mit melodischen Walzerklängen.

Hanna Glawari gilt als die Partie schlechthin bei der pontevedrinischen Gesandtschaft. Sie ist hübsch, im besten Alter und schwerreich verwitwet. Baron Mirko Zeta nutzt die Gunst der Witwenschaft, um Hanna schnellstmöglich wieder unter die Haube zu bringen und zwar an Mr. Right. Denn Pontevedro ist hochverschuldet und könnte eine Finanzspritze gebrauchen. Er hat auch schon den potenziellen Ehegatten im Visier: den vaterlandstreuen Grafen Danilo Danilowitsch. Doch Hanna und Danilo verbindet eine Vorgeschichte. Vor Jahren hatte Danilos stolze Familie ihn daran gehindert, das damals noch arme Mädchen zu heiraten. Ob die beiden unter den neuen Umständen doch noch zusammenkommen?

Melodien zum Schwelgen

Franz Lehárs "Lustige Witwe" ist ein Meilenstein der Operetten-Literatur. Nach einige Misserfolgen fiel ihm schließlich ein zugkräftiges Textbuch in die Hände, das vor allem durch seine unverblümt erotischen Anspielungen einen besonderen Reiz ausübte. Doch nicht nur der Stoff mochte das Publikum überzeugen, auch die relativ moderne Orchesterbehandlung wirkt wie eine Reminiszenz an die Klangwelten von Richard Strauss, Gustav Mahler oder auch Claude Debussy.

Da ist melodiöses Schlager-Schwelgen angesagt: angefangen von "Da geh' ich ins Maxim" über "Lippen schweigen, 's flüstern Geigen" bis hin zum "Vilja"-Lied. Seit der Wiener Uraufführung im Jahr 1905 genießt die Operette bis heute ungebrochenen Kult-Status.

Weitere Veranstaltungstipps

Top