Derbyzeit in der Allianz Arena

Bayerisch-schwäbisches Derby in der Allianz Arena: Am Samstag (15:30 Uhr) erwarten die Bayern den FC Augsburg. Über die Favoritenrolle muss man nicht lange diskutieren, der Anspruch des Rekordmeisters ist auch klar und dann gibt es da schließlich noch den „Jupp-Faktor“.

Sind "Don Jupps" Bayern derzeit zu stoppen?

Sieben Spiele, sieben Siege, die Bilanz von Jupp Heynckes nach seiner Rückkehr zum FC Bayern ist mit nur einem Wort beschrieben: Makellos. Und das ist nicht nur rein auf die Ergebnisse bezogen, sondern auch auf die wiedergefundene Spielfreude, die sich unter Carlo Ancelotti scheinbar in irgendeinem finsteren Winkel an der Säbener Straße versteckt gehabt hatte.

Jedenfalls hat der FC Bayern sein Anspruchsdenken wieder in die richtigen Bahnen gelenkt: Im Pokal eine Runde weiter, das Achtelfinale der Champions League erreicht und – für das „Mia san mia“-Gefühl vielleicht am wichtigsten – Tabellenführer in der Bundesliga.

Wie man es auch dreht und wendet, am Namen Jupp Heynckes kommt man nicht vorbei, wenn nach Gründen für den FCB-Aufschwung gesucht wird. Und denkt tatsächlich jemand, dass ausgerechnet der Underdog aus Augsburg den aktuellen Münchner Höhenflug stoppen könnte?

Augsburg ein unbequemer Gegner

Allerdings warnte der Coach vor dem Duell seines Spitzenreiters gegen den Tabellenzehnten. Die Augsburger seien wahnsinnig ehrgeizig, sehr laufstark und aggressiv, sagte Heynckes. Die Bayern verzichten auf die Einsätze der angeschlagenen Thomas Müller, Franck Ribéry und Thiago.

Was der Tabellen-10. aus dem bayerischen Schwaben dem FCB entgegenzusetzen hat? Im April gingen die Schwaben in München mit 0:6 unter, was den Augsburger-Trainer nicht weiter beschäftigt: Bayern habe einen anderen Trainer, man selbst ein anderes Personal, sagte der Coach. Viel ausrechnen wird sich das Team von Manuel Baum in der Allianz Arena vermutlich dennoch nicht, zumal auch niemand ernsthaft einen Auswärtssieg von den Augsburgern erwartet. Ein unbequemer Gegner sind die Augsburger aber allemal, das haben sie in dieser Saison schon des öfteren bewiesen. Die Formkurve zeigt zudem nach dem respektablen 1:1 gegen Leverkusen und dem überzeugenden 3:0 gegen Bremen derzeit nach oben.

Wirklich beeindrucken wird das die Bayern nicht, die Hoffnung des FCA wird eher sein, dass die Münchner das Spiel nicht ernst genug nehmen. Denn schließlich warten auf die Münchner vor der Winterpause noch zwei echte Highlights in der Allianz Arena: Der Pokal-Kracher gegen Borussia Dortmund und das mit Spannung erwartete Kräftemessen mit Paris St. Germain in der Champions League…

(muenchen.de/dpa)

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