Geigern Patricia Kopatchinskaja liebt es, Grenzen auszuloten. Schumanns Violinkonzert in d-Moll liefert hierfür die ideale Steilvorlage. Eingebettet wird die Aufführung in Ravels "Le tombeau de Couperin" und Beethovens "Eroica".
Das d-Moll-Violinkonzert von Robert Schumann weist eine komplizierte Entstehungs- und Aufführungsgeschichte auf. 1853 wandte sich der Geiger Joseph Joachim an Schumann mit der Bitte, ein Violinkonzert zu komponieren. Schumann kannte sich jedoch mit der Geigentechnik wenig aus und stellte ein Violinkonzert fertig, das Joachim jedoch aufgrund der emotional herausfordernden Komplexität nicht als aufführungstauglich erachtet hatte. Selbst nach Schumanns Tod bat er dessen Frau Clara Schumann, das Werk nicht der Öffentlichkeit preiszugeben.

Tatsächlich erblickte das Violinkonzert erst 1937 das Licht der Welt. Allerdings in einer sinnentstellten Fassung von Paul Hindemith. Der an sich unvirtuose Violinpart wurde mit effektvollen Akkordgriffen aufgemotzt und passagenweise in höhere Lagen transponiert. Dennoch stieß die Uraufführung des Werkes auf allgemein positive Resonanz. Erst ein Jahr später kam es in der unretuschierten Originalfassung in Amerika unter Yehudi Menuhin zur Aufführung und eroberte von da an auch den Schallplattenmarkt.
Programm

Maurice Ravel
Le tombeau de Couperin

Robert Schumann
Konzert für Violine und Orchester d-Moll

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"
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